
- Bildquelle: photocase.com; Bernd_Hardy
Radio Lippe will für mehr Durchblick sorgen
Sie kennen das bestimmt auch: An manchen Stellen im Straßenverkehr ist man durch die vielen Schildern eher irritiert. Manches Schild wurde schlicht vergessen, bei anderen ist über die Jahre der Sinn verloren gegangen - und wieder andere sind einfach doppelt. Häufig jedenfalls gilt: Weniger Schild ist mehr.
Radio Lippe hat den Kreis, die Kommunen, den ADAC und die Polizei ins Boot geholt, um für mehr Durchblick auf den Straßen im Kreis zu sorgen. Dafür brauchen wir Ihre Hilfe - denn die Menschen aus dem Kreis, die sich täglich im Straßenverkehr bewegen, sind unsere Profis, die uns wichtige Hinweise geben können. Erstmals wird in Deutschland mit der Hilfe von Radio-Hörern ein ganzer Landkreis schildertechnisch durchforstet.
Schicken Sie uns Fotos von Schildern, die Ihrer Meinung nach überflüssig sind - wir stellen die Bilder hier im Internet vor. Eine Expertenkommission entscheidet dann innerhalb der nächsten Wochen, ob das Schild weg kann, ob es vorübergehend verhängt wird, um dann endgültig zu verschwinden - oder aber ob es aus triftigem Grund bleibt, wo es ist.
Nutzen Sie einfach das Formular auf dieser Seite, um uns mitzuteilen, welches Schild Ihrer Meinung nach überflüssig ist und schicken Sie am besten gleich ein Bild des Schildes mit.
Für genauere Infos zur Aktion bitte hier klicken.
Am 30. März war Wolfgang Herold, Leiter der Fachabteilung Straßenverkehr beim Kreis Lippe zu Gast im Talk im Treff. Das Interview zur Aktion "Weniger Schild ist mehr" finden Sie hier zum Nachhören.
"Weniger Schild ist mehr" für Ihren Computer
Hier gibt's die Wallpaper zur Radio Lippe-Aktion:
"Weniger Schild ist mehr" 1024 x 768
"Weniger Schild ist mehr" 1280 x 1024
Bildquelle Logo & Button: Bernd_Hardy, photocase.com
Stellungnahmen vom Kreis Lippe
1. Aufhebung der Beschränkung auf 50 km/h vor Beginn der Kurven am Sternberg in Linderhofe
Die Aufhebung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit soll an dieser Stelle bestehen bleiben. Maßgeblich für diese Entscheidung ist, dass die 50 km/h in erster Linie nicht wegen Straßenverlaufs, sondern aus anderen Gründen angeordnet worden ist und weil es auf der nachfolgenden sehr kurvigen Strecke viel sinnvoller ist, die Höchstgeschwindigkeit in die Verantwortung jedes einzelnen Fahrzeugführers zu legen. Die Aufhebung der Geschwindigkeitsbeschränkung bedeutet ja nicht, dass auf der nachfolgenden Strecke 100 km/h gefahren werden darf! Viel mehr sind die Fahrgeschwindigkeiten in den rechtzeitig erkennbaren Kurven eigenverantwortlich den Gegebenheiten anzupassen.
Nur dann, wenn Gefahrensituationen bei durchschnittlicher Aufmerksamkeit nicht für jedermann offensichtlich sind, sind Geschwindigkeitsbeschränkungen anzuordnen. Generell hat der Grundsatz der eigenverantwortlichen Handlung in der StVO Vorrang vor der Anordnung von Verkehrsbeschränkungen durch Verkehrszeichen.
2. 70 im Zuge der L 758 "Rote Kuhle"
Die Beschilderung soll wie folgt geändert werden:
in FR Barntrup ab Ende der Ausbaustrecke VZ 274-57
dafür Entfernung der vorhandenen VZ 274-57, wo sie in Verbindung mit Gefahren-VZ 101 (Bushaltestelle) und 103 (Kurve) stehen
die v.g. Gefahren-VZ bleiben jedoch bestehen
hinter den Einmündungen Großenmarpe und Hestrup jeweils Aufstellung von VZ 274-57 neu in FR Großenmarpe hinter der Einmündung K 73 soll das VZ 282 entfernt werden. Das Gefahrzeichen bleibt bestehen.
Ca. 100 m weiter wird ein VZ 274-57 aufgestellt.
Das zusammen mit dem VZ 101 (Bushaltestelle) aufgestellte VZ 274-57 wird entfernt.
Hinter der Einmündung des Wirtschaftsweges gegenüber Hestrup wird das VZ 274-57 wiederholt.
Somit gilt aus beiden FR für den engen und kurvigen Bereich im weiteren Umfeld der Haltestelle durchgängig "70".
3. VZ 281 iZd B 66 in Barntrup aus FR Lemgo
Das VZ bleibt bestehen. Eine besser geeignete Stelle, das Überholverbot aufzuheben, ist nicht vorhanden. Wie auch Geschwindigkeitsbeschränkungen enden Überholverbote nicht an der nächsten einmündenden Straße (in Barntrup die Selbecker Straße), sondern gelten weiter. Man müsste deshalb ansonsten einbiegenden Kraftfahrern anzeigen, dass er in eine Überholverbotszone einfährt, also hinter der Selbecker Straße des Zeichen „Überholverbot„ zusätzlich aufstellen. Dasselbe hätte hinter allen anderen Einmündungen – egal ob die Straßen auf der Südseite oder Nordseite der Mittelstraße liegen – zu erfolgen, weil innerhalb der Ortsdurchfahrt keine geeignete Stelle für eine Aufhebung des Überholverbotes zu finden ist. Der „Erfolg“ der Aktion „Weniger ist mehr“ wäre hier dann leider eine Vielzahl zusätzlicher Verkehrszeichen.
4. 50 aus FR Alverdissen vor dem Kreisverkehr in Barntrup
Die Beschränkung auf 50 km/h bei Nässe vor der eigentlichen Beschränkung auf 50 km/h vor dem Kreisverkehr wurde vom Baulastträger nach einer Griffigkeitsprüfung aufgestellt. Die Normwerte wurden dort bei Nässe nicht erreicht. Deshalb war es erforderlich, die Geschwindigkeitsbeschränkung bei nasser Straße zu verlängern, während bei trockener Straße der kürzere 50km/h-Bereich ausreicht.
Die Beschilderung soll daher so lange bestehen bleiben, bis eine neue Fahrbahndecke aufgebracht worden ist.
5. Unleserliches in Extertal
Das Verkehrszeichen ist im Zuge der Sternberger Straße (L ?) am Vorwegweiser vor der Kreuzung mit der L 758 angebracht. Es ist nicht nur unleserlich (und zurzeit zugewachsen), auch konnte bisher nicht geklärt werden, auf was eigentlich hingewiesen werden sollte. Ein Auftrag zum Austausch/zur Entfernung ergeht an die Straßenmeisterei.
6. Anlässlich dieses OT wurden weitere Feststellungen gemacht:
- Die K 73 ist an der Einmündung zur L 758 mit einer Gewichtsbeschränkung für LKW > 7.5t versehen. Es ist erforderlich, aus FR Barntrup schon auf der L 758 auf dieses Verbot hinzuweisen. Dazu ist etwa 100m vor der Einmünden das VZ mit dem Zusatzschild aufzustellen.
Aus dem vorhandenen Wegweisung soll das Ziel "Blomberg" entfernt werden. Als alleiniges Ziel ist „Holstenhöfen“ anzugeben.
- An der Einmündung der K 60 in die B 66 ist der Wegweiser "Sommersell“ zu niedrig aufgestellt und daher schnell zugewachsen und auch ansonsten schwer / spät erkennbar. Er soll an einem höheren Rahmen angebracht werden.
Den Schildern geht es ans Gestänge...
Den ganzen April über haben wir mit Ihrer Hilfe Verkehrsschilder in Lippe ausfindig gemacht, die vergessen wurden, über die Jahre ihren Sinn verloren haben oder einfach doppelt sind - mit unserer Aktion Weniger Schild ist mehr. Ulrich Stephanidis und die Expertenkommission kümmern sich jetzt um jeden Fall.
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Die "Nachzügler"
Im April haben Sie uns Fälle gemeldet, in denen weniger Schild für Sie mehr ist. Unsere Schilderreporter haben dann darüber berichtet. Auch nach dem Aktionszeitraum bekommen wir eMails aus dem Schilderwald. Wir stellen alle weiteren Vorschläge hier vor:
- Am Anfang der Straße "Dahlsheider Hang" in Detmold fehlt das Schild "Sackgasse ohne Wendemöglichkeit ". LKW mit oder ohne Anhänger, Möbelwagen, Tanklastzüge, Versorgungs- u. Entsorgungsfahrzeuge fahren ahnungslos in diese Straße ein und können sie dann u. U. nur unter größten Schwierigkeiten wieder verlassen.
- Zwischen Lage Wissentrup und Ortseingang Kachtenhausen steht kurz vor Kachtenhausen zweimal das Schild Tempo 70 und Überholverbot. Eins davon ist bestimmt zu viel und kann auf den Schildermüll.
In Detmold-Vahlhausen können die Tempo 30 Schilder direkt am Orteingangsschild angebracht werden, somit gelten sie für den ganzen Ort.
An vielen Kreuzungen steht das Haupstrassenschild erst nach der Kreuzung, meiner Meinung nach ist es aber vor der Kreuzung richtiger, da ja ab dem Schild der Geltungsbereich beginnt. Ein Beispiel ist die Kreuzung Barntruper Str. Dörenstr. in Detmold Hohenwart. - Zu Beginn der Strecke Schötmar Kreisel-Lemgo (Ostwestfalenstraße) stehen zwei Schilder: "Keine Fußgänger/Radfahrer" und "Keine Radfahrer". Das zweite Schild könnte wegfallen. Nach der Auffahrt Holzhausen heißt es nämlich "Keine Fußgänger" und "Keine Radfahrer".
- Auf der Paderborner Str. zwischen Berlebeck und Oesterholz stehen viele Überholverbotsschilder - die könnten weg, weil die Markierungen auf der Strasse das Überholverbot und die Aufhebung zweifellos vorgeben.
- Auf der Herforder Straße in Bad Salzuflen stehen Halteverbotsschilder, an die sich niemand hält. Volker Krümpelmann hält diese Schilder deshalb für überflüssig. Sein Argument: Es halte sich sowieso niemand daran, denn nachweislich parkten dort immer wieder Autos, die ein Knöllchen bekommen, weil sie falsch stehen.
Schilderwald wird abgeholzt
Wolfgang Herold vom lippischen Straßenverkehrsamt rückt aus und prüft die von Ihnen gemeldeten Schilder.
Best of "Weniger Schild ist mehr"
Bis Ende April haben wir Ihre Vorschläge gesammelt: Welches Schild ist unsinnig, überflüssig, verwirrend? Eine kleine Zusammenfassung der eingereichten Schilderwälder...
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Schon längst aufgehoben
30er-Zonen sind sinnvoll. Die Zone am Ende wieder aufzuheben um anzuzeigen, dass die Autos wieder schneller fahren können, auch. Aber das Ende einer 30er-Zone anzeigen, die schon längst aufgehoben ist - das ist überflüssig, findet unser Hörer.
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Andreaskreuz ohne Bahnübergang
Dieses einsame Andreaskreuz steht zwar vor einem Paar Schienen - die liegen aber schon seit Jahren still. Ein klarer Fall von "Weniger Schild ist mehr", findet Christoph Hamacher aus Lage. Das Andreaskreuz gehört auf's Abstellgleis.
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Vorsicht Blitzer!
70 oder 100 sind die gängigen Geschwindigkeiten auf der Ostwestfalenstraße. Kurz vor einem Blitzer für knapp 500 Meter die Geschwindigkeitsbegrenzung aufzuheben, um dann die Autofahrer wieder auf 70 herunterzubremsen - das ist doch unnötig, findet unser Hörer Werner Bogatz aus Lemgo.
Wenn schon Schild, dann auch richtig!
Die Bielefelder Straße Richtung Pivitsheide sollte für die Schulkinder an den Bushaltestellen sicherer werden - das findet auch unser Hörer Hartmut Woker. Wenn schon die Geschwindigkeit auf 50 begrenzt wird, sollte das Schild aber auch an der richtigen Stelle stehen.
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Bentrup/Loßbruch - wohin das Auge schaut
Die B238 von Detmold nach Lemgo führt durch das Dorf Bentrup/Loßbruch. Entlang der Strecke gibt es nicht nur jede Menge Geschwindigkeitsbegrenzungen, sondern auch unzählige Ortseingangsschilder. Das muss nicht sein, findet unser Hörer Carsten Freitag. Einfach statt des grünen Ortseingangsschildes an der Hauptstraße ein gelbes - und beide Probleme sind gelöst.
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Schilderwald in Pivitsheide
Auf der Bielefelder Straße in Richtung Pivitsheide sollen die Autofahrer immer schön abwechselnd 70 und 50 km/h fahren. Dabei wären 50 km/h auf der gesamten Streckenlänge sicherer - immerhin gibt es dort zwei Bushaltestellen.
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Sackgasse? Oder doch nicht?
Am Mohnweg in Hiddesen steht ein Sackgassenschild - die eigentliche Sackgasse ist aber erst eine Straße weiter. Und der Mohnweg wird von den Autos munter genutzt.
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Ablenkende Blink-Show in Voßheide

Sind wir doch mal ehrlich? die Fahrschule ist lange her und so richtig viel behalten haben wir alle nicht.
Und dann das: Ein Schild, das erstens keiner sofort versteht und das zweitens auch noch ablenkt? Reinhard Wolf aus Voßheide hat diesen Fall erlebt.
Stellungnahme zur "Ablenkenden Blink-Show in Voßheide" vom Kreis Lippe als Baulastträger der "Lütter Straße" in Voßheide:
Wie auf dem Foto erkennbar und auch von Herrn Wolf beschrieben, sind die Sichtverhältnisse auf diesem Straßenabschnitt kritisch. Geschwindigkeitsmessungen an dieser Stelle haben ergeben, dass die aufgrund der schlechten Sichtbeziehungen vorgeschriebenen 30 km/h leider häufig um bis zu 20 km/h überschritten werden.
Durch Hinweise und auf ausdrücklichem Wunsch der Voßheider Bürger, weitere verkehrssichernde Maßnahmen zu ergreifen, wurde deshalb das Dialog-Display vor ca. 8 Wochen installiert, um auf die Besonderheit der örtlichen Situation hinzuweisen. Die Anlage wurde aber nur vorübergehend aufgestellt, bis dieser Bereich durch bauliche Maßnahmen weiter entschärft werden kann.
Ein kleiner Tipp: Wer sich an die 30 km/h Begrenzung hält, wird nur durch ein rot blinkendes "Achtung" gestört, aber nicht mehr durch den Hinweis "langsam", dieser meldet sich nämlich erst beim Überschreiten der zul. Höchstgeschwindigkeit!
Lage wohin man schaut

Wer von Detmold nach Lage fährt kann an einer Kreuzung gleich drei Ortseingangsschilder bewundern. Warum packt man das Schild also nicht einfach vor die Kreuzung?
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Den "großen Bruder" vergessen
Kann das Gestänge für ein Verkehrsschild einsam werden? Das dürfen wir auch ohne den wissenschaftlichen Beweis zu liefern mit Nein beantworten. Warum der schräge Verwandte des Schwelentruper Ortsschild nicht entfernt wird, bleibt also ein Rätsel.
Nicht nur "Weniger Schild ist mehr" - auch "Weniger Gestänge ist mehr"...
Dazu Ulrich Stephanidis von der Expertenkommission:
Weshalb ein leerer Rohrrahmen an der Landstraße herumsteht, entzieht sich auch unserer Kenntnis. Schön geht anders. Die zuständige Straßenmeisterei wurde benachrichtigt, der leere Rahmen wird bald Geschichte sein.
Danke für die Meldung !
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Überflüssiger geht es nicht
Das Foto sagt alles! Dirk Meier aus dem Extertal hat uns geschrieben, dass hier weniger Schild mehr ist, weil das Schild wirklich absolut überflüssig ist, da die Durchfahrt nicht mehr existent ist.
Ein schlagendes Argument...
Dazu Ulrich Stephanidis von der Expertenkommission:
Stimmt ! Das Verkehrszeichen ist seinerzeit ganz offensichtlich vergessen worden. Die Gemeinde Extertal wird es demnächst entfernen.
Vielen Dank !
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Gefährliches Schild
Kann ein Schild auch gefährlich sein? Diese Frage hat sich ein Radio Lippe-Hörer bei dem Schild auf unserem Bild gestellt. Ausgerechnet vor den berüchtigten Kurven rund um die Burg Sternberg wird das vorher geltende Tempolimit von 50 km/h aufgehoben (aus Richtung Extertal kommend). Auch für viele Anwohner vor Ort unverständlich...
Dazu Ulrich Stephanidis von der Expertenkommission:
Hier kann man auch ganz anderer Meinung sein. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung an der sog. freien Strecke ist an geeigneter Stelle aufzuheben. Die StVO bestimmt, dass die Fahrgeschwindigkeiten stets an alle äußeren und inneren Umstände anzupassen ist, und zwar eigenverantwortlich,
so ganz ohne Schild. Die nachfolgende Kurvenstrecke erlaubt nur noch niedrige Geschwindigkeiten, also ist hier ein Tempolimit völlig überflüssig, genau so überflüssig wie es z.B. ein Überholverbot wäre.
Bliebe die Beschränkung auf 50 km/h bestehen, könnten ortsunkundige Fahrer
vielleicht davon ausgehen, dass die nachfolgenden Kurven auch mit dieser Geschwindigkeit befahrbar wären, sozusagen amtlich getestet. Diese Geschwindigkeit wäre für einige Bereiche jedoch eindeutig zu hoch.
Trotzdem wird über diese Anregung nochmals in der großen Runde diskutiert werden, so dass an dieser Stelle noch keine endgültige Entscheidung mitgeteilt werden kann.
Danke für den Hinweis, demnächst dazu mehr !
Überholverbot vor Einmündung aufheben
Wenn man viel unterwegs ist, sieht man viele Schilder. Eins davon hat den Bad Salzufler Volker Hansmann irritiert. Er fährt häufiger mal von Bega in Richtung Barntrup - und kurz hinter dem Ortseingangsschild wird das vorher geltende Überholverbot durch ein entsprechendes Schild aufgehoben. Das gefährliche daran: Kurz darauf biegen an unübersichtlicher Stelle Autos aus der Selbecker Straße auf die B 66 ab. Volker Hansmanns Frage: Sollte man das Schild nicht einfach ersatzlos streichen?
Dazu Ulrich Stephanidis von der Expertenkommission:
Ein Überholverbot ist ein sogenanntes Streckenverbot. Es wird durch eine einmündende nachgeordnete Straße nicht aufgehoben. Würde man das Verbot an der abgebildeten Stelle nicht aufheben, würde es über die Einmündung der Selbecker Straße hinaus bis zur B 1 fortgelten und damit die gesamte Ortsdurchfahrt Barntrup erfassen. Das hätte jedoch zur Folge, dass hinter jeder in Barntrup einmündenden Straße das Überholverbot wiederholt werden müsste, denn innerhalb Barntrups gibt es keine geeignete Stelle für die Aufhebung des Verbots.
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Nur noch 30 Meter
Sinn oder Unsinn? Die Anwohner in der Nähe eines Schildes bei Detmold-Mosebeck sind sich einig: Unsinn. Sie fragen sich, warum 30 Meter vor dem Ortseingangsschild noch das Überholverbot aufgehoben wird. Ob der Autofahrer auf unserem Bild wirklich beide Schilder registriert hat, hat unser Schilderreporter nicht dokumentiert.
10(!) Schilder weg, eins(!) "umpflanzen" = Problem gelöst
In Detmold-Brokhausen stehen nach dem Kreisel (wenn Sie aus Richtung B 238 kommen) ganze 9(!) Tempo-50-Schilder auf weniger als einem Kilometer - und außerdem ein "Gemarkungs-Schild". All diese Schilder wären überflüssig, wenn einfach das Ortsschild anstelle des "Gemarkungs-Schildes" direkt hinter dem Kreisel aufgestellt würde (und nicht wie momentan am Schützenhaus). Das Verrückte an der Geschichte: Ursprünglich stand das Ortsschild genau da, nämlich direkt auf Höhe des Kreisels - und: Die Bebauung der Ortschaft fängt auch genau da an... Für Ortsvorsteher Hermann Ollenburg nicht nachvollziehbar...
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Tausche Halteverbot gegen 30
Mike Tünker wohnt am Wilmersiek in Lemgo. Die Straße liegt in einer großen 30-Zone - das erkennt nur keiner, denn die Zufahrt zur 30-Zone mit entsprechender Beschilderung ist weit entfernt. Und seit an der Straße keine Autos mehr parken dürfen, haben Raser freie Fahrt. Das Parkverbot soll also weg und ein Fahrbahnschriftzug "30" her - nicht zuletzt wegen der spielenden Kinder.
Foto: Mike Tünker und seine Frau ärgern sich über ständig neue Halteverbote
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Drei Ortseingänge auf einem Fleck
Am Schwelentruper Weg in Dörentrup gilt bei einer Bushaltestelle Tempo 50. Bei den danach abzweigenden Querstraßen beginnt schon der Ort Schwelentrup. Wer aber auf der Vorfahrtsstraße weiterfährt, darf für 300 Meter 70 fahren, bis das Ortseingangsschild dann wieder 50 km/h vorschreibt. Das geht einfacher: Ortseingang vorverlegen, vier Schilder weniger, dafür nur eine Temporegelung. Eine weitere Baustelle für "Weniger Schild ist mehr" sieht Anwohner Peter Witzig: Die Dorfstraße, da stehen mehrere Tempo 40-Schilder.
Dazu Ulrich Stephanidis von der Expertenkommission:
Die Landstraße Nr. 963 führt in Randlage am Ortsteil Schwelentrup vorbei. Davon abzweigende, in den Ort hineinführende Straßen sind in Höhe des ersten erschlossenen Grundstückes mit einer Ortstafel zu kennzeichnen. Was bei einer dichten Abfolge mehrerer Einmündungen tatsächlich zu optisch höchst unbefriedigenden Ergebnissen führen kann, ist rechtlich jedoch unumgänglich.
Der vorgeschlagene Versatz der Ortstafel derart weit hinaus in die freie Strecke ist rechtlich leider nicht möglich - die festgesetzte Ortsdurchfahrt (erkennbar an einem weißen oder gelben Plastikwürfel mit der Aufschrift "OD" und der Straßennummer mit Abschnitt und Kilometrierung) soll in etwa auch Standort der Ortstafel sein, so ist es Gesetz.
Abweichungen von diesem Grundsatz können sich dann ergeben, wenn die Bebauung über die einmal festgesetzte OD hinauswächst - dann wäre irgendwann aber auch eine neue OD in einem förmlichen Verfahren festzusetzen.
Dies ist hier jedoch nicht der Fall.
Trotzdem Danke für die Bemühung !
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Schwer zu entziffern
Weniger ist manchmal auch nicht mehr: Nämlich, wenn ein Teil der Beschriftung fehlt. Wie an diesem Schild bei Extertal-Bösingfeld. In 1,8 km finden Sie - ja, was denn? Auch die Straßennamenschilder an der Kreuzung Fahrenplatz haben schon bessere Zeiten gesehen.
Dazu Ulrich Stephanidis von der Expertenkommission:
Dem kann man nur zustimmen. Leider kann ich den genauen Standort des erblassten Schildes nicht erkennen (vielleicht L 963 / L 758 ?), wir werden uns aber darum kümmern.
Danke !
Fuß- und Radweg am laufenden Meter
Der Bürgersteig der Oerlinghauser Straße in Bad Salzuflen-Schötmar ist sowohl Fuß- als auch Radweg. Das macht nicht nur die farbliche Gestaltung des Weges klar, außerdem weist eine Schilderallee auf die doppelte Nutzbarkeit hin.
Die Beurteilung der Situation durch Hartmut Reese von der Stadt Bad Salzuflen:
Im Zuge der Oerlinghauser Straße im Ortsteil Schötmar wurde ein getrennter Rad- Gehweg angelegt, der mit dem Verkehrszeichen (241-30) "Getrennter Rad- und Gehweg" ausgeschildert ist. Die Ausschilderung ist nach den Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung an den Einmündungen zu wiederholen um dem einmündenen Radfahrer "seine" Verkehrsfläche deutlich zu machen. Diese Pflicht führt dann allerdings auch schnell dazu, dass der Eindruck einer "Überbeschilderung" entsteht. Im Hinblick auf die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, insbesondere auch der jüngeren Radfahrer, dient diese Art der Ausschilderung der Sicherheit der Benutzer und stellt damit auch einen Beitrag zur Verkehrssicherheit dar.
Hier verbietet sich das Überholen von alleine

Mit Vollgas links rüber und zack an dem langsamen Auto vorbei. Manchmal hilft Überholen ? manchmal hilft auch ein ?Überholverbotsschild?. Vor der Waldorfschule an der Blomberger Straße in Detmold ist das Überholen nicht möglich ? denn da ist eine Verkehrsinsel. Was soll dann das Überholverbot, fragt sich Michael Hannefort.
Foto: Das Überholverbot kurz vor an einer Verkehrsinsel auf der Blomberger Straße.
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Verwirrung in Sylbach
Wer auf der Sylbacher Straße den Ort Richtung Retzen verlässt, kommt zunächst - wieder nach Sylbach. Fährt man dieselbe Strecke zurück, sagt dasselbe Ortseingangsschild: Waddenhausen. Wie heißt der Ort denn nun?
Die Beurteilung des "vielnamigen" Ortes durch Hartmut Reese von der Stadt Bad Salzuflen:
Hier hat sich wohl ein Witzbold zu schaffen gemacht. Auf der einen Seite steht "Sylbach", auf der anderen Seite "Holzhausen". Soweit ist das auch richtig und im Verlauf der Sylbacherstr. (L 967) schlüssig, allerdings wurde von unbekannter Seite das Ortseingangsschild um 180 Grad verdreht. Die Stadt Bad Salzuflen wird hier schnellstens das Verkehrszeichen wieder drehen und dem Autofahrer damit zeigen, dass er wieder von Sylbach über Holzhausen nach Hölserheide kommt. Danke an den aufmerksamen Beobachter.
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