Name: Natalie Pickering
Alter: ich 37 / er 43
Beruf: Beamtin / er VW-Mitarbeiter in Wolfsburg
Mein Hobby: Lesen, Schlager hören
Unser gemeinsames Hobby: Spazieren, Schlager hören
So haben wir uns kennen gelernt: Ich bin Natalie, 37 J, seit mehreren Jahren allein erziehende Mutter einer nunmehr 15-jährigen pubertierenden, aber doch sehr lieben Tochter, und wollte Mitte Februar vor vier Jahren zusammen mit meinem Lemgoer Dart Verein mal wieder ein schönes Wochenende verbringen.
Dieses Mal sollte es mit dem so genannten „Sambazug“ nach Leiwen a.d. Mosel gehen.
Wir alle freuten uns sehr auf dieses Wochenende, bietet es doch Abwechselung, man lernt neue und lustige Leute kennen und wir haben immer jede Menge Spaß, nicht zuletzt auch aufgrund des Alkoholkonsums.
Meine Tochter war bei ihrem Vater und ich wusste sie ist gut versorgt. Ab Hamm fuhr der Zug los und wie erwartet, war er rappel voll. Während der Fahrt nach Leiwen ging ich in den Tanzwagen und sah aus einiger Entfernung einen supersüßen weißhaarigen (ja, man soll es kaum glauben, so was gibt es noch…), Mittdreißiger im Kreise seiner Kumpels stehen. Ich glaubte, mich tritt ein Pferd. Er sah zum Anbeißen aus und war genau mein Typ!
Also, ich, nix wie hin und überlegte mir, die Augen nicht von ihm abwendend (er bemerkte meine plumpe Annäherung gar nicht), wie ich ihn wohl anspreche.
Locker flockig ging ich auf ihn zu und fragte ihn ganz direkt: „Wo kommst du denn weg?“. Und er in seiner doch sehr „spontanen“ Art, antwortet: „Aus Wolfsburg.“
Ich muss wohl sehr verdutzt geschaut haben, als mir die Frage rausrutschte: „Wo ist das denn?“. Naja, das hätte ich wohl besser nicht fragen sollen, denn mein Traumtyp antwortet mir mit den frechen Worten: „In Erdkunde hast du wohl nicht aufgepasst…?“, sagt es, dreht sich um und lässt mich einfach so stehen. Eine echte Unverschämtheit, aber genau das hat mir imponiert, so dass ich mir dachte: Den kriegst du, egal wie.
Mein erklärtes Ziel war also der weißhaarige Typ aus Wolfsburg…, irgendwann kamen wir im Hotel an und rein zufällig sah ich ihn an der Bar stehen. Ich nahm allen Mut zusammen und bin erneut auf ihn zu. Mittlerweile war auch bei ihm der Alkohol angekommen, so dass seine Zunge gelöst war und wir uns ziemlich nett unterhielten.
Jetzt erfuhr ich, dass er Andy hieß, 39 Jahre alt und offensichtlich an mir interessiert war, denn plötzlich knutschten wir noch am ersten Abend wie wild.
Ich hatte plötzlich Schmetterlinge im Bauch, es kribbelte am ganzen Körper und ich wusste, dass er der Richtige für mich ist…, dachte ich jedenfalls.
Das ganze Wochenende verbrachten wir zwei gemeinsam und genossen unser Zusammensein. Wir hatten uns wahnsinnig viel zu erzählen, doch plötzlich war Sonntag und wir mussten wieder nach Hause. Auf der Rückfahrt tauschten wir unsere Telefonnummern aus und schworen uns, dass wir uns auf jeden Fall wieder sehen werden.
Ich war hoffnungslos verliebt und wünschte mir, dass das Wochenende nicht vorbeigeht. Aber die Realität holte mich ein. In Hamm trennten sich unsere Wege gnadenlos. Gleich am Montag telefonierten wir miteinander. Ich war so aufgeregt, doch plötzlich sagte er, dass er keine Fernbeziehung führen möchte.
Das hat mich so erschüttert, ich konnte es gar nicht glauben, dass mein Traummann nicht mit mir, Traumfrau, zusammen sein wollte. Wo wir doch so gut zusammenpassten…! Ich nahm mir vor, am Ball zu bleiben und Andy von mir zu überzeugen. So telefonierten wir ein Jahr lang drei bis viermal in der Woche, ein kurzes Treffen auf der Insel Norderney,… aber es kam wieder zu keinem Ergebnis.
Aber Anfang Februar, also genau ein Jahr später, sollte wieder eine Fahrt nach Leiwen stattfinden und Andy war auch dabei. Was für eine Freude!!!!!!
Direkt bei unserer Ankunft im Hotel ließ ich keinen Zweifel daran, dass ich ihn noch immer begehrte. Da er mir wiederum zu verstehen gab, dass aus einer Fern- und Wochenend-Beziehung nichts werden würde, sagte ich ihm klar und unmissverständlich: „Entweder ganz oder gar nicht!“ Und siehe da, er sagte völlig überraschend und perplex über soviel Selbstbewusstsein: „Na dann, ganz!!!!!“
DANKE, Andy, DANKE.
Ab jetzt waren wir nun also offiziell ein Paar, ich war so glücklich und wir konnten uns kaum voneinander trennen. Eigentlich waren unsere mitgereisten Freunde Nebensache, wir hatten nur noch Augen für uns.
Um es abzukürzen: die Wochenendbeziehung klappt wunderbar. Auch meine Tochter ist begeistert von Andy und akzeptiert ihn so wie er usw! Das macht dasJist, liebevoll, lustig,ein klein wenig eitel Zusammenleben natürlich um Einiges leichter.
Ich liebe ihn und er liebt mich, das hat er mir auch eindrücklich mehrmals bewiesen. Zum Beispiel hat mir der süße Andy mal zu Ostern eine Wetterstation (das ist doch ein echter Traum für uns Frauen…, und die hab ich mir auch gar nicht gewünscht…) geschenkt, weil wir uns am Telefon häufig über das Wetter unterhalten haben. Das ist doch tatsächlich unterschiedlich in den Bundesländern. Während es in Niedersachsen regnet, scheint in NRW die Sonne. Ist doch komisch, naja, immer wenn er mich seitdem fragt, wie das Wetter bei mir ist, dann schau ich auf das „Supergeschenk“ und kann ihm adäquate Auskunft geben.
Oder an meinem Geburtstag im Februar letzten Jahres bin ich mal wieder zu Andy gefahren. Er wollte mit mir shoppen gehen und zerrte mich in einen Juwelierladen. Dort sollte ich mir einen Ring aussuchen und als mir einer besonders gut gefallen hat, sagt Andy doch tatsächlich, dass das unser Verlobungsring ist und wir jetzt verlobt sind.
Da wurde mir noch im Laden ganz schwummerig, die Beine waren wie Pudding und ich wurde leichenblass. Ich bin dann erstmal halb ohnmächtig auf einem Hocker vor Freude zusammengesunken. Dieser Schelm, immer für eine Überraschung gut, aber diesmal bin ich diejenige, die ihn überrascht.
Denn ich werde mich ohne sein Wissen hiermit für eine Hochzeit am 11.11.2011 bewerben. Andy, ich liebe und will Dich für immer. Willst Du mich heiraten??????
Wir sollten die Feier gewinnen, weil: ..er davon nichts weiß
Wir sind ein besonderes Paar, weil: ..wir zusammen passen,wie die Wurst zum Senf :)
Das sagen unsere Freunde über uns: Gegensätze ziehen sich an
Liebe ist: kein Wort, sondern ein Gefühl
Sie ist für mich: da müssen sie ihn selber fragen
Er ist für mich: mein Stern ;)














