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Doppelmord-Prozess: Angeklagter gesteht

Im Prozess um den Doppelmord von Detmold hat der Angeklagte heute zum Auftakt ein Geständnis abgelegt. Um Sex sei es ihm aber bei der Tat nicht gegangen, sagte der 53-Jährige. Er muss sich wegen des gewaltsamen Todes einer Mutter und ihres sechsjährigen Sohnes vor fünf Monaten in Detmold verantworten.

Heute Morgen schilderte der Angeklagte, wie er das Verhältnis zu seiner Nachbarin damals sah. Er habe ihr oft geholfen – beispielsweise beim Tragen von Möbeln oder beim Anschließen einer Waschmaschine. Am Tattag wollte er ihr nach eigenen Angaben einen Kuss geben. Als sie das nicht wollte, habe er zugestochen und später auch das Kind umgebracht. Die Tötung des Jungen erklärte der Mann damit, dass das Kind das Verbrechen an seiner Mutter nicht sehen sollte. Die Staatsanwaltschaft geht bei dem Mord an der Mutter von einem sexuellen Motiv aus. Es sind insgesamt drei Verhandlungstage angesetzt. Der Mann ist wegen Vergewaltigung und versuchten Mordes vorbestraft.