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Revision im Liebeswahnprozess angekündigt

Die Staatsanwaltschaft Detmold will einen gerade verurteilten Stalker doch noch hinter Gitter bringen. Die Anklagebehörde hat nach dem Urteil zu zwei Jahren auf Bewährung Revision angekündigt. Das Urteil ist zu lasch, sagte uns ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Anklage hatte im Prozess gegen den 56-Jährigen zwei Jahre und neun Monate Haft gefordert. Der Mann hatte einen Liebeswahn zu einer jungen Frau entwickelt. Auf einem Lemgoer Supermarktparkplatz drehte er wegen der nicht erwiderten Liebe durch. Er durchschlug die Seitenscheibe vom Auto des Opfers, griff die Frau an und wollte ihr das Augenlicht nehmen. Der Mann hat eine Persönlichkeitsstörung. Das Gericht entschied auf Bewährung, weil der Angeklagte seit der Tat vor fast drei Jahren unauffällig ist und eine Therapie macht.