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Urteil im Fall Maria: sechs Jahre Haft für Blomberger Bernhard H.

Das Landgericht Freiburg hat das Urteil im Fall der jahrelang vermissten Maria aus Freiburg gesprochen: Der Blomberger Bernhard H. muss wegen schwerer Entziehung Minderjähriger und sexuellen Missbrauchs in mehr als 100 Fällen für sechs Jahre ins Gefängnis. Er sei im Mai 2013 mit der damals 13 jahre alten Maria ins Ausland geflüchtet und habe das Mädchen in zahlreichen Fällen sexuell missbraucht, sagte der Vorsitzende Richter Arne Wiemann.

Ginge es nach der Staatsanwaltschaft, hätte der Blomberger auf unbestimmte Zeit hinter Gitter gemusst. Die Anklage hatte sieben Jahre und drei Monate Haft plus Sicherungsverwahrung gefordert. Die Verteidigung plädierte dagegen auf viereinhalb Jahre ohne anschließende Sicherungsverwahrung. Das Gericht ordnete keine Sicherungsverwahrung an. Der Blomberger muss Marias Mutter allerdings Schmerzensgeld in nicht genannter Höhe zahlen. Das Urteil ist noch nichts rechtskräftig.

Im Prozess stellte der Angeklagte die Beziehung zu Maria als Liebe dar. Sie dagegen beschrieb ihn als manipulativ und dahingehend, dass er aufgrund ihres jungen Alters mit ihr zusammen sein wollte. Der Mann und die inzwischen 19-Jährige waren im Mai vor sechs Jahren spurlos verschwunden. Letztes Jahr im Sommer kam Maria plötzlich wieder nach Hause. Bernhard. H wurde auf Sizilien gefasst, wo beide längere Zeit zusammen gelebt hatten.