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Judith und Lars
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Klinikum Lippe - Dr. Johannes Hütte im Interview

Klinkum Lippe Lemgo

Dr. Johannes Hütte / Foto: Klinikum Lippe

Ab dem ersten Oktober wird am Klinikum Lippe einiges anders. Der Standort Lemgo soll dann keine Abteilung mehr für Orthopädie und Unfallchirurgie haben.

Dahinter stecken nach Unternehmensangaben politische, personelle und wirtschaftliche Gründe. Die Nachricht über die bevorstehende Schließung hat hohe Wellen geschlagen. An vielen Stellen regte und regt sich Protest. Kritiker halten die Entscheidung für willkürlich und unbegründet. Auch an uns wurden immer wieder Fragen zur Abteilungsschließung herangetragen. Unter anderem diese Fragen haben wir für Euch Klinikum Lippe-Geschäftsführer Dr. Johannes Hütte gestellt. Aufgrund der Komplexität des Themas könnt Ihr Euch die Antworten ungeschnitten (bis auf Pausen aufgrund von z.B. Störgeräuschen) hier einzeln anhören und Euch Euer eigenes Bild machen.

 

Das Interview

 Wie groß ist Ihr Verständnis für die Sorgen der Bevölkerung aufgrund der Schließung?


Wenn Sie die Gründe für die Schließung mal ganz kurz erklären müssten, wie würden sie das tun?


Es hieß doch aber, dass das Klinikum Lippe im vergangenen Jahr etwa 2 Millionen Euro Gewinn gemacht hat? Wieso dann die Schließung auch aus wirtschaftlichen Gründen?


Wir haben oft den Vorwurf gehört: „Der Herr Hütte will ja nur seinen teuren Neubau in Detmold gegenfinanzieren"?


Welche Auswirkungen hat die Schließung für die Patientenversorgung? Die Wege z.B. aus Kalletal und Extertal werden ja nun weiter…


Wie soll das in Lemgo personell funktionieren?


Macht man Lemgo damit nicht vom Image her zur B-Klinik?


Die Zentralisierung soll beide Standorte stärken. In Detmold kann man sich das aufgrund der Großbaustelle schon gut vorstellen, aber wie wird Lemgo gestärkt?


Wie kann das zusammenpassen: Überall hört man von überfüllten Kliniken und dann soll eine Reduzierung auf einen Standort funktionieren?


Welche Auswirkungen hat die Schließung auf das Personal?


An uns wurde immer wieder herangetragen, dass es Massenkündigungen gab...


Sie begründen die Schließung auch mit befürchtetem langfristigen Personalmangel, riskieren aber jetzt die Abwanderung von Personal – wie passt das zusammen?


Uns wurde geschrieben, dass Mitarbeiter sogar zur Kündigung gezwungen wurden. Wie reagieren Sie darauf?


Weiterer Vorwurf an Sie ist, dass die Beschäftigten von den Entscheidungen aus den Medien erfahren haben. Was sagen Sie dazu?


Was würden Sie aus heutiger Sicht anders machen?


Wann würden Sie in Zukunft sagen. Das hat sich gelohnt – das war ein Erfolg?


In der Medizin scheint insgesamt das Geld/Management immer wichtiger zu werden als der ärztliche Gedanke. Kann dieser Weg „gutgehen“?


Fazit: Ist nicht schön, ist aber nicht anders möglich oder: ist nicht schön, wird aber auf lange Sicht schöner?


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