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Mara Wedertz
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Nachrichten aus dem Kreis Lippe

Anzeigen wegen Fuchshaltung an Schliefenanlage in Voßheide

Die Tierschützer von PETA zeigen noch mal ganz dick mit dem Finger auf Lippe: der Verein hat jetzt alle für die Fuchshaltung Verantwortlichen an der Schliefenanlage in Lemgo-Voßheide angezeigt.

Den Tierschützern ist nach eigenen Angaben gerade erst ein Video zugespielt worden, dass gequälte Füchse zeigt. Und Kritik kriegt auch Landrat Dr. Axel Lehmann ab: Der kenne das Video und entsprechende Gutachten schon lange und passieren tue nichts.

Lehmann wehrt sich. Ihm fehle die Handhabe, er sehe ja, dass es den Füchsen dort nicht gut gehe, aber er könne nicht einfach die Anlage schließen. Von PETA heißt es: das kann der Landrat sehr wohl, auch wenn danach möglicherweise eine juristische Niederlage droht. Den Tierschützern geht es auch um ein Zeichen. Der Landrat sagt: das ist Sache der Landesgesetzgebung.

In Voßheide werden Füchse als Köder für die Jagdhundeausbildung gehalten. Eine Schliefenanlage besteht aus einem Tunnelsystem, um die Jagd auf Füchse in ihrem Bau zu simulieren. Tierschützer betonen seit langem, dass diese Ausbildung auch mit Duftstoffen funktioniere, dafür müsse man keine lebenden Füchse gefangen halten.