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Nachrichten aus dem Kreis Lippe

Gedenktag der Pogromnacht - hunderte Rechte wollen heute in Bielefeld demonstrieren

Die Bielefelder Innenstadt wird heute wohl zeitweise komplett lahmgelegt. 300 Rechte wollen zu Ehren einer Holocaust-Leugnerin aufmarschieren. Ausgerechnet am Jahrestag der Pogromnacht der Nazis im Dritten Reich.

Tausende Gegendemonstranten erwartet

Dass Rechte am Gedenktag der Reichspogromnacht durch Bielefeld marschieren – und das auch noch zu Ehren einer verurteilten Leugnerin des Holocaust – das ist für viele Menschen eine unglaubliche Provokation. Unter dem Motto „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“ werden tausende Gegendemonstranten erwarten.

Die Polizei will beide Gruppen wieder deutlich voneinander trennen. In der Bielefelder Innenstadt wird es also eng – viele Straßen werden gesperrt und auch Busse und Stadtbahnen werden nicht wie sonst fahren.

Die Routen

Drei Demonstrationszüge führen von Siegfriedplatz, Stadtwerken und Hauptbahnhof zur zentralen Kundgebung auf dem Niederwall. Rund um das Landgericht soll es eine Menschenkette geben. Da dort aber auch das Ziel des rechten Aufmarsches ist, kann sie nicht geschlossen werden – ein Kompromiss nach den Kooperationsgesprächen mit der Polizei, die den direkten Kontakt beider Gruppen vermeiden will. Trotzdem wird es ab dem Mittag in der Bielefelder City zu etlichen Sperrungen und Beeinträchtigungen kommen.

Bus und Bahn

Auch auf allen StadtBahn-Linien und den Bus-Linien in der Innenstadt kommt es zu massiven Beeinträchtigungen. Der Fahrplan der Verkehrsbetriebe wird daher ab 12 Uhr außer Kraft gesetzt. In den Fahrplanauskunftsanzeigen an den Haltestellen und in der moBiel App können kurzfristige Änderungen nicht dargestellt werden. Die aktuellen Entwicklungen findet ihr immer auf der Seite von moBiel.