Responsive image

on air: 

Maurice Flege
---
---
Nachrichten aus dem Kreis Lippe

New York | Bericht: Al-Sinwars Botschaften verraten Hamas-Strategie

Der Chef der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen, Jihia al-Sinwar, hat bisher einer Waffenruhe mit Israel nicht zugestimmt. Nachrichten an Unterhändler sollen zeigen, warum.

«Wir haben die Israelis genau da, wo wir sie haben wollen»: Jihia al-Sinwar.

«Wir haben die Israelis genau da, wo wir sie haben wollen»: Jihia al-Sinwar.

Nahost-Konflikt

New York (dpa) - Der Chef der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen, Jihia al-Sinwar, soll einem Exklusiv-Bericht der US-Zeitung «Wall Street Journal» zufolge bisher einer Waffenruhe mit Israel nicht zugestimmt haben, weil er sich von anhaltenden Kämpfen und steigenden Opferzahlen unter palästinensischen Zivilisten Vorteile verspricht. Das gehe aus Nachrichten hervor, die Al-Sinwar kürzlich an die an Verhandlungen einer Waffenruhe beteiligten Hamas-Vertreter geschickt habe, berichtete die Zeitung.

Das «Wall Street Journal» hat eigenen Angaben zufolge Zugang zu Dutzenden Nachrichten, von denen nicht klar wurde, ob es sich um Text-, Sprach- oder andere Arten von Nachrichten handelt. «Wir haben die Israelis genau da, wo wir sie haben wollen», soll er der Zeitung zufolge kürzlich in einer gesagt haben. In vielen Nachrichten habe Al-Sinwar «eine kalte Missachtung von Menschenleben an den Tag gelegt und deutlich gemacht, dass er glaubt, dass Israel durch den Krieg mehr zu verlieren hat als die Hamas», schreibt die Zeitung weiter. Al-Sinwar sei nicht der erste Palästinenserführer, der Blutvergießen als Druckmittel gegen Israel einsetze. Aber das Ausmaß der Kollateralschäden in diesem Krieg - getötete Zivilisten und angerichtete Zerstörung - sei zwischen Israelis und Palästinensern beispiellos. 

Al-Sinwar habe die Terrorangriffe der Hamas vom 7. Oktober im israelischen Grenzgebiet, die den derzeitigen Gaza-Krieg auslösten, geplant. Ganz frühe Nachrichten an die Unterhändler einer Waffenruhe zeigten aber, dass er über die Brutalität der Hamas-Kämpfer und anderer Palästinenser überrascht gewesen sei und auch darüber, wie leicht sie Gräueltaten begangen hätten, so die Zeitung weiter. «Dinge gerieten außer Kontrolle», habe er in einer der Nachrichten geschrieben und sich dabei auf die Banden bezogen, die zivile Frauen und Kinder als Geiseln nahmen. «Menschen wurden darin verwickelt, und das hätte nicht passieren dürfen.» 

Trotz Israels heftiger Bemühungen, ihn zu töten, lebt Al-Sinwar an einem unbekannten Ort im Gazastreifen. Die Nachrichten zeigten auch, dass er bereit wäre, im Kampf zu sterben, schreibt die Zeitung weiter.

© dpa-infocom, dpa:240611-99-354255/2

Handelsverband OWL kritisiert "autofeindliche Entscheidungen"
Der Handelsverband OWL sieht die Anti-Auto-Haltung in vielen Rathäusern mittlerweile als schädigend an. Immer mehr Parkplätze verschwinden, Parken wird an vielen Stellen teurer, gleichzeitig müssen...
Schulen in Lippe bekommen Leitfaden gegen Diskriminierung
Bei uns in Lippe gibt es einen neuen Leitfaden gegen Diskriminierung an Schulen. Den hat das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Lippe erstellt. Auch Schulsozialarbeiter und Lehrer waren daran...
Obdachloser attackiert Passanten in Detmold - Opfer sollen sich bei Polizei melden
In Detmold hat ein Mann am Mittwochvormittag (12.06.) grundlos einen Radfahrer und einen Fußgänger angegriffen. Laut Polizei passierte das gegen 10:00 Uhr auf Höhe der Musikhochschule. Die Beamten...
Nach Europawahl fordert IHK Lippe europäischen Wachstumsplan
Nach der Europawahl fordert die IHK Lippe Konsequenzen – beispielsweise einen europäischen Wachstumsplan. Der soll Unternehmen vor Ort stärken. Wirtschaft für EU "überlebenswichtig"   Europa...
Babymord-Prozess in Bielefeld: Eltern schweigen
Ihr Kind ist tot – die Eltern schweigen. In Bielefeld hat der Prozess um den Tod eines Neugeborenen begonnen. Das Paar soll sich bereits vor der Geburt entschlossen haben, das Kind zu töten. Es soll...
Lippe: Bauern fühlen sich dauerüberwacht - EU macht Satellitenfotos
Einige lippische Landwirte fühlen sich ausgespäht und überwacht. Satellitenfotos im Wochenrhythmus   Seit zweieinhalb Jahren kann die EU alle drei bis fünf Tage ein Satellitenfoto von geförderten...