Responsive image

on air: 

Leslie Runde
---
---
Nachrichten aus dem Kreis Lippe

Rerik | Alter Steinwall vor der Ostseeküste entdeckt

Er wurde vermutlich vor mehr als 10.000 Jahren von Jägern und Sammlern angelegt und diente mutmaßlich der Jagd - die Rede ist von einem steinernen Wall in der Ostsee.

Dieses vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) zur Verfügung gestellte Foto zeigt eine grafische Rekonstruktion des Steinwalls als Treibjagdstruktur in einer spätglazialen/frühholozänen Landschaft.

Dieses vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) zur Verfügung gestellte Foto zeigt eine grafische Rekonstruktion des Steinwalls als Treibjagdstruktur in einer spätglazialen/frühholozänen Landschaft.

Mecklenburger Bucht

Rerik (dpa) - In der Mecklenburger Bucht haben Forschende auf dem Grund der Ostsee einen fast einen Kilometer langen steinernen Wall entdeckt. Er wurde vermutlich vor mehr als 10.000 Jahren von Jägern und Sammlern angelegt. Damals war das Gelände noch nicht überflutet, wie die Gruppe um Jacob Geersen vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) und Marcel Bradtmöller von der Universität Rostock schreibt. Der sogenannte Blinkerwall könnte den Menschen geholfen haben, Rentiere zu erbeuten, vermutet das Forschungsteam im Fachmagazin «PNAS».

Der Wall liegt rund zehn Kilometer nordwestlich der Stadt Rerik in etwa 21 Metern Tiefe. Er besteht aus fast 1700 Steinen, ist 971 Meter lang, bis zu zwei Meter breit und meist unter einem Meter hoch. Die Struktur wurde vor etwa 8500 Jahren von der Ostsee überflutet. Etwas Vergleichbares gebe es in Europa nicht, schreibt die Gruppe.

Erbaut aus mehr als 1600 Steinen

Entdeckt wurde der Blinkerwall zufällig im September 2021 bei Kartierungen. Die 1673 Steine des Walls haben ein Volumen von fast 53 Kubikmetern und wiegen zusammen mehr als 142 Tonnen. Die meisten sind deutlich unter 100 Kilogramm schwer.

Natürliche Ursachen für die Anlage - etwa einen Tsunami, sich zurückziehende Gletscher oder Strömungen unter Wasser - hält das Team für äußerst unwahrscheinlich. Auch andere menschliche Eingriffe als Ursache seien unplausibel.

Das Team glaubt, dass Wildbeuter-Gruppen die Anlage zur Jagd nach Rentieren nutzten. Direkt datiert wurde die Struktur nicht, aber ab vor 9800 Jahren war die Region bewaldet und Rentiere zogen seltener vorbei - da hätte eine solche Anlage keinen Sinn mehr ergeben.

© dpa-infocom, dpa:240213-99-969108/2

Verschönerungsarbeiten in Lage: viel öffentliches Geld für Hausbesitzer möglich
Hausbesitzer in der Lagenser Kernstadt sollen demnächst Zuschüsse für Verschönerungsarbeiten bekommen können. Da geht es zum Beispiel ums Herrichten alter Fassaden, die öffentlich zu sehen sind. Bis...
Lippe: gefühlt viele Grippefälle - die Statistik sagt das Gegenteil
Die echte Grippe macht uns in Lippe in dieser Saison deutlich weniger zu schaffen. Nach Angaben des Landeszentrums Gesundheit gab es bisher in dieser Saison 215 gemeldete Influenca-Fälle. In der...
Aktion Mensch sponsert neues Auto für Lebenshilfe Detmold
Die Aktion Mensch hat dem Haus Sauerländer der Lebenshilfe Detmold ein neues Auto gesponsert. Zwischen 10.000 und 15.000 Euro hat das gekostet. Der Siebensitzer sei ideal für Fahrten, weil er schon...
Elektrotretroller-Verbot im ÖPNV in Bielefeld - in Lippe wohl kein Verbot nötig
In Lippe dürfen Elektrotretroller weiter im ÖPNV mitgenommen werden. In Bielefeld wird das bald wegen möglicher Akkubrände verboten sein. Die Verkehrsunternehmen hier halten das nicht für nötig....
E-Auto-Auswertung nach Unfall mit 3 Toten auf B1 bei Horn: 148 km/h schnell
Nach dem Horror-Unfall mit drei Toten auf der B1 bei Horn vor gut drei Wochen ist der Gutachterbericht fertig: der junge Fahrer des E-Autos fuhr knapp 150 km/h und geriet kurz vor der...
OWL: Die Tierklinik in Bielefeld bietet wieder nächtlichen Notdienst an
Wer bei uns in der Region am Wochenende nachts dringend mit seinem Haustier zum Tierarzt muss, hat es jetzt wieder etwas leichter. Die Tierklinik Bielefeld bietet nach einem Monat Pause ab diesem...