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Leslie Runde
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Nachrichten aus dem Kreis Lippe

Washington/Houston | Schüsse an Megakirche in Texas - Schützin tot

Eine Frau eröffnet mit einer Langwaffe das Feuer, begleitet von ihrem siebenjährigen Sohn.

Bei der Kirche handelt es sich um die Lakewood Church des protestantischen Celebrity-Predigers Joel Osteen

Bei der Kirche handelt es sich um die Lakewood Church des protestantischen Celebrity-Predigers Joel Osteen

Kriminalität

Washington/Houston (dpa) - Eine Frau hat am Sonntag in einer bekannten Megakirche in Houston im US-Bundesstaat Texas mit einer Langwaffe das Feuer eröffnet. Sie wurde kurz darauf von anwesenden Sicherheitskräften erschossen, wie die zuständige Polizeibehörde bei einer Pressekonferenz mitteilte. Bei den Sicherheitskräften habe es sich um zwei nicht im Dienst befindliche Polizeibeamte gehandelt. Die Schützin habe ihren sieben Jahre alten Sohn bei sich gehabt, hieß es weiter.

Der Junge sei bei dem Feuergefecht angeschossen worden und befinde sich in einem kritischen Zustand. Kurz nach der Tat hatte die Polizei zunächst von einem schätzungsweise fünfjährigen Kind gesprochen. Bei dem Angriff sei außerdem ein unbeteiligter Mann am Bein verletzt worden.

Bei der Kirche handelt es sich um die Lakewood Church des protestantischen Celebrity-Predigers Joel Osteen. Laut Medienberichten nehmen 45.000 Menschen in Lakewood an den wöchentlichen Gottesdiensten teil. Zum Tatzeitpunkt fand jedoch laut Kirchen-Website gerade kein Gottesdienst statt. Die Ermittlungen dauern nach Polizeiangaben an.

«Einige antisemitische Schriften» entdeckt

Es sei noch zu früh, um ein Motiv für die Tat zu benennen, sagten Vertreter der Polizei am Montag. Es seien jedoch «einige antisemitische Schriften» entdeckt worden. Es gebe Hinweise, dass die mutmaßliche Täterin in einen Streit mit der zum Teil jüdischen Familie ihres Ex-Mannes verwickelt gewesen sei. Die Ermittlungen dauerten aber an. Nach bisherigen Erkenntnissen habe die Frau alleine gehandelt.

In den USA gehören Amokläufe und tödliche Schießereien auf traurige Weise zum Alltag. Schusswaffen sind dort leicht erhältlich und massenhaft im Umlauf. Regelmäßig erschüttern blutige Attacken mit vielen Opfern das Land - etwa an Schulen, in Supermärkten, Nachtclubs oder bei großen Veranstaltungen. In den meisten Fällen handelt es sich bei den Tätern um Männer. Schusswaffenattacken durch Frauen kommen statistisch selten vor.

Nach jedem größeren Angriff dieser Art gibt es neue Forderungen nach einer Verschärfung des Waffenrechts, etwa nach einem Verbot von Sturmgewehren, die regelmäßig bei Amokläufen zum Einsatz kommen. Die Forderungen laufen jedoch ins Leere, nicht zuletzt wegen Widerständen aus den Reihen der Republikaner.

© dpa-infocom, dpa:240212-99-966161/2

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