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Fall Lügde: Strafverfahren gegen Beamten eröffnet

Die Ermittlungen im Lügder Missbrauchsfall werden für die lippische Polizei immer mehr zum Desaster. Nach den zahlreichen Ermittlungspannen der Behörde sind im NRW-Innenausschuss neue pikante Details ans Licht gekommen. Gegen einen Kriminalkommissar aus Bad Salzuflen ist ein Strafverfahren eröffnet worden.

Es geht um den Verdacht der Strafvereitelung in einem früheren Sexualstraffall, in dem der Mann ermittelte. Denn wie schon im Fall Lügde sollen auch da Beweise verschwunden sein. Der Beamte war zwischenzeitlich auch Leiter der Ermittlungskommission im Missbrauchsfall von Lügde. Außerdem war er auch der Betreuer für den Polizeianwärter, der die später verschwundenen Beweise sichten sollte. Der Beamte wurde inzwischen suspendiert. Laut Innenminister Herbert Reul besteht der Verdacht, dass die verschwundenen Beweise im Lüdger Fall bewusst beiseite geschafft wurden. Deshalb ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt gegen Unbekannt. Als Konsequenz aus den Ermittlungspannen ist bereits die Führung der lippischen Polizei ausgetauscht worden. Im Missbrauchsfall von Lügde geht es mittlerweile um mindestens 34 Opfer.