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Unter Eindruck des Falls Lügde - Kommission will engeren Ärzteaustausch und landesweite Datenbank

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Der schwere Missbrauchsfall von Lügde hat auch wegen der Pannen bei Polizei und Jugendämtern für Erschrecken gesorgt. Über dem Fall schwebt die Frage, warum der mutmaßliche jahrelange Missbrauch nicht viel früher erkannt wurde. Eine NRW-Regierungskommission hat jetzt Vorschläge gemacht, um Kindesmissbrauch künftig besser zu bekämpfen.

Die Experten sagen: Ärzte müssen sich bei Verdachtsfällen direkt austauschen können. Denn mögliche Täter würden oft den Kinderarzt wechseln, um Übergriffe auf Kinder zu verschleiern. Außerdem soll es eine Datenbank geben, in der bereits vage Verdachtsfälle dokumentiert werden. Damit sollten Ärzte künftig bei einem neuen Kind prüfen können, ob dieses bei einem anderen Arzt als Verdachtsfall geführt wird.

Gibt es tatsächlich einen Verdachtsfall, dann sollten sich Polizei, Jugendamt und Ärzte in Konferenzen austauschen dürfen. Bisher darf das Jugendamt die Polizei erst bei konkretem Verdacht mit ins Boot holen. Um die Vorschläge umzusetzen, müssten daher Gesetze geändert werden.

>>Alle Infos zum Missbrauchsfall von Lügde

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