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Nach Lügde: härtere Strafen und bessere Überwachung gefordert

Nächste Woche Donnerstag beginnt der Prozess gegen die drei Angeklagten im Fall Lügde. Parallel ziehen Politik, Behörden und Verbände ihre Lehren aus dem Missbrauchs-Skandal. Drei Tage vor dem Prozessauftakt geben Kinderschutzorganisationen im NRW-Landtag Empfehlungen ab, was jetzt alles passieren muss, um Kindesmissbrauch künftig besser entgegenzuwirken.

Die Empfehlungen der Experten liegen bereits vor. Und das sind einige. Wichtiger Punkt: Das Internet. Die Ermittler bekommen aktuell Meldungen zu Kinderpornos meist aus den USA. Denn da sind Internet-Provider gesetzlich verpflichtet, kinderpornografisches Material im Netz zu melden. Und genau das fordert die Deutsche Kinderhilfe auch für Deutschland.

Außerdem soll die Mindeststrafe für sexuellen Kindesmissbrauch angehoben werden. Während bei einem Wohnungseinbruch mindestens ein Jahr Haft droht, sind es bei einfachem sexuellen Kindesmissbrauch nur sechs Monate. Die Höchststrafe für die Verbreitung von Kinderpornos soll von fünf auf zehn Jahre steigen.

Außerdem fordern einige Experten, dass es keine Verjährungsfristen mehr gibt. Viele Opfer seien erst Jahrzehnte später in der Lage, über ihre Erfahrungen zu sprechen.

>>Alle Infos zum Missbrauchsskandal auf dem Campingplatz auf unserer Sonderseite

 

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