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Neuer Tatverdächtiger im Missbrauchsfall Lügde - Verfahren wegen schweren sexuellen Missbrauchs

Im Missbrauchsfall von Lügde gibt es einen weiteren Tatverdächtigen. Die Staatsanwaltschaft hat ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen einen Mann aus Steinheim eingeleitet. Die Polizei hatte gestern (3. Juli) begonnen, seine Parzelle auf dem betroffenen Campingplatz zu durchsuchen.

Der 57-Jährige ist laut Polizei und Staatsanwaltschaft durch die Vernehmung eines minderjährigen Opfers ins Visier der Ermittler geraten. Zuvor war er in dem Fall noch kein Thema. Wegen der Aussage läuft jetzt ein Verfahren wegen des Verdachts auf schweren sexuellen Missbrauch gegen den Steinheimer.

Auf Nachfrage hielten sich die Ermittler in Bielefeld noch sehr zurück. Der Verdächtige wurde demnach nicht festgenommen. Gründe dafür nannte die Pressestelle nicht. Die Durchsuchung der Parzelle des Mannes auf dem Campingplatz geht heute (4. Juli) weiter. Gleiches gilt für den Prozess gegen die beiden Hauptbeschuldigten, die ja schon Geständnisse abgelegt haben.

Verdächtiger auf freiem Fuß

Nach Angaben der Bielefelder Polizei ist gegen den Steinheimer noch kein Haftbefehl beantragt worden. Warum das so ist und ob das noch passiert, ist aktuell offen.

Mit Mario S. befreundet

Nach Recherchen von SZ, WDR und NDR soll der neue Beschuldigte ein Freund des bereits angeklagten Mario S. aus Steinheim sein. Die beiden Männer teilten sich demnach von 2010 bis 2015 eine Parzelle auf dem Campingplatz Eichwald. Auch sollen beide bis heute unter der gleichen Adresse in Steinheim bei Höxter gemeldet sein.

Einige Betroffene gaben laut Recherche an, dass sie durch den 57-Jährigen auf den Campingplatz gekommen sind. Gegen den neuen Beschuldigten wurde offenbar schon mal ermittelt. Das Verfahren wurde aus Mangel an Beweisen aber eingestellt. Damals stand Aussage gegen Aussage.

 

>>Alle Entwicklungen zum Prozess gegen die beiden Hauptbeschuldigten

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