Responsive image
 
---
---

Fall Lügde - Jetzt geht es an die Hintergründe

Nach dem Urteil im Lügde-Prozess geht heute die politische Aufarbeitung des Falls los. In Düsseldorf kommt heute (13.09.) der Untersuchungsausschuss Kindesmissbrauch zusammen. Er soll klären, in welchem Ausmaß die Landesregierung und die Behörden im Fall Lügde Fehler gemacht haben. Die Ausschussmitglieder haben auf jeden Fall einiges an Arbeit vor sich, denn es geht bei der Missbrauchsserie von Lügde um einen Tatzeitraum von fast zwei Jahrzehnten. In der Untersuchung geht es unter anderem um die Frage, warum der verurteilte Andreas V. trotz Hinweisen an die Polizei im Jahr 2002 bis letztes Jahr weiter Kinder missbrauchen konnte. Warum erlaubten die Behörden, dass ein Pflegekind bei ihm auf dem Campingplatz wohnte? Wie konnte es passieren, dass später bei der Polizei 155 Datenträger zu dem Fall verschwanden? Für all diese Fragen sucht der Ausschuss Antworten. Bis allerspätestens in drei Jahren muss er sie gefunden haben.