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Sven Sandbothe
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Fall Lügde: Jugendamtsleiter kritisiert mangelnde Zusammenarbeit

Im Missbrauchsfall Lügde sieht der Jugendamtsleiter des Kreises Lippe keine Versäumnisse bei seiner Behörde. Karl-Eitel John verwies im Landtagsuntersuchungsausschuss dagegen auf das zuständige Jugendamt Hameln-Pyrmont und nannte die Zusammenarbeit „schlecht bis nicht existent“. Deshalb forderte John jetzt auch, dass die Fallzuständigkeit künftig immer dort liegt, wo das Pflegekind wohnt.

Karl-Eitel John fand deutliche Worte im Ausschuss: Im Kreis Lippe hätte der inzwischen verurteilte Kinderschänder Andreas V. keine Genehmigung bekommen, ein Pflegekind auf einem Campingplatz zu betreuen. Hameln-Pyrmont war zuständig, weil die leibliche Mutter des Pflegekindes dort wohnt. Laut John hatte das dortige Jugendamt die entscheidenden Missbrauchshinweise geprüft und dann verworfen. Erst als der Skandal öffentlich zu werden drohte, habe ihn der Jugendamtsleiter um eine gemeinsame Strategie gebeten. Das habe man in Lippe aber abgelehnt.

Auch der niedersächsische Landtag plant einen Sonderausschuss zum Fall Lügde. Der Ausschuss soll vor allem die Rolle des Jugendamtes Hameln-Pyrmont untersuchen. Auslöser ist, dass sich mehrere Jugendamtsmitarbeiter aus Hameln-Pyrmont weigern, im NRW-Landtagsuntersuchungsausschuss auszusagen.

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