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Christina Wolff
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Radiomikrofon

Studioblog

Bundestag entscheidet über Cannabis-Freigabe

Der Bundestag entscheidet am Freitag (23.2.) über die Legalisierung von Cannabis in Deutschland.

Wenn es eine Mehrheit für die Pläne gibt, sollen Anbau und Besitz bestimmter Mengen für den Eigenkonsum für Volljährige vom 1. April an erlaubt sein. Zum 1. Juli sollen Clubs zum nicht-kommerziellen Anbau möglich werden.

Breite Kritik gibt es unter anderem von Medizinerverbänden, aus der Justiz und von Innenpolitikern in Bund und Ländern. Aus der lippischen Drogenberatung kommt allerdings Zustimmung. Darüber sprechen Judith Brentrup und Lars Niermann in GUTEN MORGEN LIPPE.

"Chat GPT" 2.0 – "Sora" könnte die Welt verändern

Chat GPT begeistert viele Menschen und kann Arbeitsschritte erleichtern. Jetzt kommt "Sora" - damit könnte jeder Mensch spielend leicht Regisseur sein.

Am 17. Februar hat "Chat GPT"-Entwickler "OpenAI" ein Video veröffentlicht. Es zeigt, wozu künstliche Intelligenz mittlerweile in der Lage ist. Mit Hilfe der Anwendung "Sora" werden aus einfachen Text-Anweisungen, die nur wenige Sätze lang sind, in relativ kurzer Zeit Videos erstellt. Viele der dargestellten Szenen sind so realistisch, dass sie für Laien nicht mehr von der Realität zu unterscheiden sind. 

"Sora" von OpenAI noch nicht für alle verfügbar

Noch ist die Anwendung einem kleinen Nutzerkreis vorbehalten. Die Datenmenge, die für die Videos benötigt wird, ist außerdem sehr groß und die Clips sind im Moment noch nicht länger als eine Minute.  "Open AI"-Chef Sam Altman spricht auf "X" (vormals Twitter) aber schon jetzt von einem "bemerkenswerten Moment". "Sora" könnte Kreativen bisher ungeahnte Möglichkeiten eröffnen, indem sie in Zukunft kostengünstig aufwändige Produktionen realisieren können. Altman hofft außerdem, dass mit Hilfe der KI die Forschung beschleunigt, Krankheiten geheilt und die Bildung verbessert werden kann. Die "text-to-video"-Anwendung hat aber auch Schattenseiten: Durch sie könnten viele weitere Jobs überflüssig werden. Altman selbst warnt vor möglichen Wahl-Manipulationen durch die Erstellung von Fake-Videos, die täuschend echt für Menschen wirken können.

"Sora" von OpenAi: Chef fordert Spielregeln

Denkt man die Idee weiter, bietet "Sora" noch größere Gefahren, deshalb fordert Altman klare Regeln für den Einsatz der KI.  Die Video-Anwendung ist - wie ChatGPT - selbstlernend. Wird sie mit Infos, Videos, Tönen und Bildern realer Personen gefüttert, lassen sich spielend leicht manipulative Videos erstellen. In Verbindung mit Algorithmen, wie sie zum Beispiel von TikTok genutzt werden, könnte sich dadurch eine ungeahnte Eigendynamik entwickeln, die kaum einzufangen sei und massive Auswirkungen auf die Meinungsbildung habe.  Ob und wann "Sora" für einen größeren Nutzerkreis geöffnet wird, ist noch nicht bekannt.

Werbefail: Italienisches Verkehrsministerium blamiert sich

Immer mal wieder kommt es vor, dass gut gemeinte Werbung völlig nach hinten losgeht. Das neueste Beispiel liefert ausgerechnet eine Behörde aus Italien. Wir haben für euch ein paar Werbefails zusammengestellt.

Es sollte junge Autofahrer warnen, Handys beim Fahren auszuschalten und wegzulegen: Ein italienisches Video für Fahrsicherheit vom Verkehrsministerium unter Führung von Matteo Salvini hat am Mittwoch jedoch für Aufmerksamkeit gesorgt, weil die Darstellerinnen nicht angeschnallt sind. Das für das italienische Verkehrsministerium produzierte Video zeigt vier junge Frauen, die in einem Auto unterwegs sind, als die Beifahrerin ein Video auf ihrem Handy zeigt.

In einem zweiten Video mit vier Männern ist dagegen zu sehen, dass sie angeschnallt sind. Wie das den Machern der Videos aber bei den jungen Darstellerinnen nicht auffallen konnte, ist nicht bekannt. Auf Nachfrage räumte das Verkehrsministerium ein, dass es sich um einen "möglichen Fehler" handele.

McDonalds und das Krematorium

Das ist aber nicht das einzige Video, das als Werbefail in die Geschichte eingeht. Es gab in der Vergangenheit so einige Unternehmen und bekannte Marken, die genau so ins Fettnäpfchen traten. Beispielsweise McDonalds. Die Fast-Food-Kette warb für den "McCrispy" in der britischen Stadt Cornwall. Soweit, so normal. Doch was bei dem Werbeplakat nicht bedacht wurde: es wurde direkt neben dem Verkehrsschild aufgestellt, das auf das nahegelegene Krematorium hinweist. Nach Kritik aus dem Ort und - selbstverständlich - der aufmerksamen Internet-Gemeinde, wurde die Werbung entfernt.

Heinekens unglückliche Light-Beer-Werbung

Ziemlich unglücklich gelaufen ist auch ein Werbespot für Heineken, der bekannten Biermarke. Im Werbespot gefällt einer Frau ihr Weinglas nicht. Ein aufmerksamer Barkeeper lässt ihr ein frisches Heineken Light-Beer zukommen. Auch hier eigentlich alles ok, wenn das Bier nicht an mehreren dunkelhäutigen Personen vorbeigeschubst wird. Garniert mit dem Spruch "Sometimes, lighter is better." Problem daran, "lighter" heißt übersetzt nicht nur "leichter", sondern halt auch "heller". Nach den Rassismus-Vorwürfen entschuldigte sich Heineken und ließ die Werbung nicht mehr ausstrahlen.

Weitere Werbepannen findet ihr hier

Aber nicht nur diese Werbevideos sorgen für Lacher beziehungsweise Kopfschütteln. Es gibt noch einige weitere. "WatchMojo" hat eine Top 20 zusammengestellt. Das Video dazu findet ihr hier.

Autor: Joachim Schultheis