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Leo Arrighy
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Studioblog

Gefährliche Weichmacher - das ist der aktuelle Stand

Die Opposition im Landtag Nordrhein-Westfalens will von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann Antworten zum Thema "gefährliche Weichmacher". Wir bringen euch auf den neuesten Stand.

"Gefährliche Weichmacher in Urinproben von Kindern entdeckt” - diese Schlagzeile hat vor gut drei Wochen für viel Gesprächsstoff gesorgt. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW hatte in Urinproben von Kindern deutlich erhöhte Werte eines zum Teil verbotenen Weichmachers festgestellt. Der Stoff wird unter anderem in Kunststoffen eingesetzt und soll die Fruchtbarkeit schädigen. Und nun ist dieser Fund Thema im NRW-Landtag. Die Opposition erwartet im Gesundheitsausschuss von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann Antworten dazu.

Das ist der aktuelle Stand der Dinge

Das Problem hat sich immer weiter ausgeweitet - bis auf die EU-Ebene: Aufgefallen waren zuerst in NRW erhöhte Werte durch den Weichmacher DIN-HEXYL-PHTALAT bei Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren. Das Umweltbundesamt hatte festgestellt, dass dieser Wert auch in anderen Regionen Deutschlands auffällig sei - sogar bei Erwachsenen. Laut NRW-Gesundheitsministerium wird jetzt auch europaweit analysiert, ob es auch in anderen Ländern ähnliche Auffälligkeiten gibt. Zumindest in NRW gebe es keine regionalen Schwerpunkte - die erhöhten Werte werden praktisch in Urinproben aus allen Bereichen in NRW gemessen. 

Gefährliche Weichmacher: Ursache unbekannt

Da wird noch gerätselt. Der Weichmacher wird in Kunststoffen eingesetzt, man findet Weichmacher aber auch in kosmetischen Produkten. Die Vermutung aus dem Umweltbundesamt lautete vor zwei Wochen, dass dieser bestimmte Weichmacher von Sonnencremes stammen könnte. Es sei aber noch viel zu früh, um von einer gesicherten Erkenntnis zu sprechen. Zudem soll der Stoff vor allem in Produkten aus dem Ausland außerhalb der EU auftauchen. Denn innerhalb Europas kann er nicht ohne Weiteres verwendet werden. Bislang aber alles nur Spekulationen - wirklich sicher ist man sich noch nicht. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in NRW hat für Mitte April eine Art Krisentreffen aller Wissenschaftler in Deutschland organisiert, um Erkenntnisse auszutauschen. Im Moment nur mühselige Detektivarbeit.

Autoren: Joachim Schultheis & José Narciandi

Salzuflerin stylt Models in New York

Kolbarin Derbas arbeitet als Friseurin in Bad Salzuflen. Normalerweise. Für fünf Tage hat Kolbarin jetzt Topmodels auf der Fashion Week in New York gestylt.

"Es war mega-stressig, aber positiver Stress", sagt sie. Oft waren kreative Lösungen gefragt, zum Beispiel als bei einem Stromausfall kein Fön funktionierte. Wie sie diese Herausforderung gemeistert hat, erzählt Kolbarin in GUTEN MORGEN LIPPE bei Judith Brentrup und Lars Niermann.

Kolbarin Derbas bei Instagram

Stopp für Elterntaxis

Wenn sich viele Fahrzeuge vor einer Schule stauen, kann es gefährlich werden. Die Kommunen in Lippe und ganz NRW können ab sofort die Durchfahrt solcher Stellen zeitweise sperren, um gefährliche Situationen durch sogenannte Elterntaxis zu verhindern.

NRW sei das erste Bundesland, das für die Kommunen eine solche Möglichkeit geschaffen habe, sagte ein Sprecher des Landesverkehrsministeriums. Der Erlass biete eine rechtssichere Grundlage, damit die Kommunen präventiv vorgehen könnten, ohne eine konkrete Gefahrenlage nachweisen zu müssen.

Das Landesministerium erläutert, dass sogenannte Schulstraßen durch Verkehrszeichen mit einem Zusatzzeichen für die Zeit der Sperrung eingerichtet werden könnten. Aber auch mit mobilen Sperrelementen wie einer Schranke könnten Schulstraßen zeitweise blockiert werden. (dpa)

Sollte an eurer Schule so eine Sperre eingerichtet werden? Dann meldet euch per Whatsapp: 05231 - 6 16 16 16.