Per BegleitApp und Heimwegtelefon im Dunkeln sicher nach Hause

Aktuell wird es gefühlt schon am frühen Nachmittag dunkel – zumal wenn jetzt der goldene Spätherbst einpackt und tatsächlich das hierzulande bekannt-berüchtigte, winterliche Wetter-Einheitsgrau beginnt. Damit ist aber auch klar – schon auf der spätnachmittaglichen Joggingrunde sind wir genauso im Dunkeln unterwegs wie auf dem Rückweg von der Arbeit oder vom etwas späteren Einkauf.

Viele fühlen sich dann auf dem Weg durch teils und schlecht beleuchtete Straßen unwohl. Abhilfe gibt es übers Smartphone. Denn Begleit-Apps machen es möglich, dass Freunde, Bekannte oder Kollegen sehen, wo wir uns befinden – bei Bedarf können wir uns sogar auch zum Teil telefonisch begleiten lassen durch den Mitarbeiter einer Leitstelle. Verschiedene Apps sind hierzulande auf dem Markt.

Wir haben uns drei Begleit-Apps angeschaut und stellen alternativ das "Heimwegtelefon" vor.

KommGutHeim

Die App wurde von drei Studenten aus Regensburg entwickelt. Sie funktioniert ähnlich wie auch die anderen Begleit-Apps, die sich im Grundkonzept ähneln: Bevor wir uns auf den dunklen Heimweg machen, informieren wir per App eine Person aus unseren Kontakten, die uns begleiten soll.

Diese wird per Pushnachricht informiert und kann – wenn sie unsere Einladung annimmt – unseren Weg per GPS verfolgen. Sind wir sicher zuhause angekommen, können wir wiederum per Pushnachricht unseren bzw. unsere Begleiter informieren.

"Kommgutheim" bietet zudem die Option an, im Fall der Fälle einen Notruf an unsere virtuellen Begleiter abzuschicken. Sie erhalten dann eine SMS mit unseren Standortdaten. Allerdings kostet dieser Zusatz-Service rund 2 Euro im Monat.

Zudem hat die App in den letzten Monaten einige schlechte Bewertungen in den Stores bekommen.

Vivatar

"Dein smarter Alltagsbegleiter" lautet der Untertitel dieser App, die von Bosch Healthcare betrieben wird. Auch sie zeigt den von uns ausgewählten Personen an, wo wir uns befinden bzw. wohin wir uns bewegen. Ähnlich wie bei der "Kommgutheim-App" müssen diese dafür auch die App Vivatar geladen haben. Für unsichere, dunkle Strecken bietet die App zusätzlich den Modus "Gefahrencountdown" an.

Dann wissen unsere Kontakte, dass sie für einen bestimmbaren Zeitraum genauer hinschauen sollen, weil wir uns unsicher fühlen. Die App ist in der Basisversion kostenlos. In der Premiumvariante bietet Bosch einen rund um die Uhr erreichbaren "Premium Emergency Assistant".

Dieser kann uns telefonisch begleiten und im Notfall auch Hilfe holen. Dieser zusätzliche Service kostet rund 5 Euro pro Monat.

WayGuard

Die Axa-Versicherungsgruppe hat diese App in Zusammenarbeit mit der Kölner Polizei entwickelt. Ähnlich wie "KommGutHeim" und "Vivatar" suchen wir uns unsere Begleitperson aus unseren Kontakten aus. Sie ist damit per Handy an unserer Seite.

Praktisch - bei WayGuard haben wir mit einem Klick direkt auch die Möglichkeit, mit unserem virtuellen Begleiter zu chatten oder zu telefonieren. Sollten wir in eine Notsituation geraten, können wir per App direkt einen Notruf auslösen. Damit wird die ständig besetzte Leitstelle der App angerufen. Sollten wir nicht sprechen (können), versucht die Leistelle uns fünf Mal zurückzurufen. Schlägt dies fehl, wird die Polizei alarmiert.

Zusätzlich bietet WayGuard auch einen telefonischen Begleitservice an. Das Besondere an "Wayguard" - alle Funktionen der App sind kostenlos. Kein Wunder also, dass die App bei iTunes mit 4,8 von möglichen 5 Punkten eine Topbewertung vorweisen kann.

Wichtig: Grundsätzlich benötigen alle Begleit-Apps einen guten GPS-Empfang. WLAN sollten wir auch einschalten, um die Genauigkeit der Ortung zu erhöhen. Dadurch brauchen die Apps aber auch reichlich Strom, vor dem Heimweg sollten wir also auf einen vollen Akku achten. Gemein ist diesen Apps zudem, dass sie natürlich unseren Weg tracken, sie unsere Mobilfunknummer benötigen und auch teils unsere Kontakte abgreifen. Eine Variante ohne Datenübertragung ist das...

Heimwegtelefon

Hier ist der Name Programm – per Anruf können wir uns einen Gesprächspartner für unseren Heimweg organisieren. Die Idee stammt ursprünglich aus Schweden, zwei Berlinerinnen haben den Hotline-Service in Deutschland etabliert. Den telefonischen Nachhause-Begleiter erreichen wir über die Berliner Telefonnummer 030 -120 74 182. Das Heimwegtelefon ist sonntags bis donnerstags von 20 bis 24 Uhr besetzt sowie freitags und samstags von 22 bis 4 Uhr morgens. Ansprechpartner sind ehrenamtliche Telefonisten aus ganz Deutschland. Der Service ist kostenlos.


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