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Kostenfalle Roaming
Netzklick

Kostenfalle Roaming - „Horrorpreise“ auf See und im Nicht-EU-Ausland

Touristen auf einem Schiff nutzen ihre Handys

Warum schon die Übertragung eines einzigen Bildes mal schnell mehr kosten kann als der abendliche Besuch an der Bar und worauf wir bei der Smartphone-Nutzung in fernen Ländern achten sollten – wir haben ein paar Tipps für euch zusammengestellt, damit die Handyrechnung nach dem Urlaub nicht zum Schockmoment wird.  

Schnell ist es passiert: Der Horizont brannte lichterloh. Der Himmel loderte in einer dramatischen Farbenmischung aus gelb bis feuerrot. Das Meer wirkte wie ein endloser See glühender Lava. Kurzum – das Kreuzfahrtschiff glitt in einen dieser unglaublichen Sonnenuntergänge, wie sie nur in der Südsee zu erleben sind und die einen atemlos an der Reling stehen lassen. Keine Frage, einen solchen fantastischen Moment müssen wir natürlich mit dem Smartphone festhalten und ebenfalls keine Frage, diese gelb-orange-rote Farbexplosion müssen wir direkt auch mit den Freunden und Verwandten zu Hause teilen. Doch Achtung – das kann teuer werden. Auf einem Kreuzfahrtschiff generell – sollte es auf hoher See sein – aber auch im Nicht-EU-Ausland können wir bei der Nutzung unseres Smartphones schnell unangenehme Überraschungen erleben und ungewollt unsere Urlaubskosten heftig steigen lassen. Schon die Übertragung eines einzigen Bildes kann wahnsinnig teuer werden. 

Im Folgenden ein paar Tipps, worauf wir bei der Smartphone-Nutzung in fernen Ländern achten sollten.

Handy-Nutzung auf Kreuzfahrtschiffen

Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön...

Diese Zeilen eines bekannten Kinderlieds gelten nicht beim Thema telefonieren und surfen an Bord eines Kreuzfahrtschiffs. Denn die digitale Kommunikation bei Kreuzfahrtschiffen (aber auch bei Fähren oder teils auch in Flugzeugen) funktioniert in der Regel über ein teures Satellitennetz. Sobald unser Smartphone über das Bordnetz unseres Schiffes agiert, tickt deswegen die Kostenuhr.

Achtung: Das kann uns auch schon passieren, wenn wir noch in einem Hafen in der EU liegen und somit an sich im Bereich der seit zwei Jahren geltenden günstigen EU-Roaming-Tarife. Aber meist haben wir die Einstellung aktiviert, dass sich unser Smartphone automatisch das stärkste Netz sucht und sich dort einwählt. Das kann auch schon im EU-Hafen das schiffseigene Netz sein. Dann wird das Telefonieren gleich deutlich teurer und besonders auch die mobile Datennutzung. Ein Megabyte Datenvolumen kann schnell 30 Euro kosten. Nur zur Orientierung: Ein Megabyte verbrauchen wir, wenn wir 20 Mails ohne Fotos verschicken oder empfangen bzw. wenn wir fünf Webseiten öffnen. Ein Foto versenden verbraucht gleich bis zu 3 MB Datenvolumen, ein 10-minütiges YouTube-Video mit geringer Qualität 5 MB.

Tipps gegen hohe Gebühren nach Kreuzfahrten

Damit die Seefahrt auch „digital lustig“ wird, können wir mit folgenden Tipps „das böse Gebühren-Erwachen“ nach unserer Traum-Kreuzfahrt verhindern:

  • Datenroaming deaktivieren bevor es an Bord geht.
  • Automatische Updates für das Betriebssystem und für Apps aber auch zum Abruf von Mails ausschalten.
  • Wenn wir online gehen, auf das Mobilfunknetz achten, an Bord von z.B. AIDA-Schiffen zeigen die Abkürzung „MCP“ (Maritime Communications Partners) oder „901 12“ das schiffseigene und damit teure Netz an.
  • Musik und Videos vorher runterladen und nur offline genießen.

Weitere Infos und Hinweise zur Smartphone-Nutzung an Bord hat die Verbraucherzentrale NRW auf ihrer Webseite zusammengefasst.

Handy-Nutzung bei Fernreisen im Nicht-EU-Ausland

Eine Fernreise, die ist lustig, eine Fernreise, die ist schön.

Die muntere Stimmung der abgewandelten Kinderlied-Zeilen können aber auch beim Telefonieren und Surfen im Nicht-EU-Ausland schnell ins Gegenteil umschlagen. Die Stiftung Warentest hat aktuell die Tarife für die Smartphone-Nutzung in ferner Gefilden untersucht und so wörtlich „teils haarsträubende“ Preise festgestellt: So führen die Tester namentlich das Tarif-Beispiel „Klarmobil“ der Telekom auf, die für ein Megabyte Daten aus Ägypten oder Australien satte 34 Euro verlangen plus knapp 50 Cent Tagesnutzungspreis. Die Übertragung eines einzelnen Urlaubs-Fotos mit 3 MB würde so mit rund 100 Euro zu Buche schlagen. Auch ein Telefonat kann bei Minutenpreisen von fast 7 Euro (Vodafone) schnell zu einem erheblichen Kostenfaktor werden. Die Tester fanden aber auch deutlich geringere Tarife – so kann die Gesprächsminute in die USA oder nach Indonesien bei Aldi Talk, Blau oder Nettokom nur einen Euro kosten ebenso wie die Übertragung von einem MB Daten.

Tipps gegen hohe Gebühren nach Fernreisen

Um uns auch nach Fernreisen ein böses Erwachen bei der Telefonabrechnung zu ersparen, empfehlen die Experten unbedingt folgendes (zusätzlich zu den Empfehlungen bei Kreuzfahrten):

  • Vor dem Urlaub die Tarife des eigenen Mobilfunkanbieters erfragen, einen vergleichenden Überblick bietet bei Bedarf der aktuelle Test der Stiftung Warentest (kostenpflichtig)
  • Besonders im Nicht-EU-Ausland über Messengerdienste telefonieren.
  • Auf Fernreisen Prepaidkarten mit speziellen Auslandstarifen einsetzen. Das Vergleichsportal Verivox bietet uns eine Übersicht u.a. zu aktuellen Prepaid-Tarifen unter dem Stichwort „Surfen im Ausland ohne Kostenfalle“.

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