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Dennis Grollmann
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Wenn Dein Geld aus Zahlenpaketen besteht

Kryptowährung

Computer Bildschirm, Computer Maus

19. April 2021

  • Rund 8.400 unterschiedliche Kryptowährungen sind 2021 bekannt.
  • Die bekannteste Kryptowährung Bitcoin hat nach heftigen Verlusten am Wochenende seinen historischen Höchststand von fast 65.000 Dollar verlassen.
  • Ein Programmierer ist Besitzer von 7.000 Bitcoins, kommt aber an diesen Schatz nicht dran.

Was ist eine Kryptowährung?

Eine Kryptowährung ist ein rein virtuelles Zahlungsmittel, Scheine oder Münzen gibt es nicht. Der Name „Kryptowährung“ kommt von der Verschlüsselung der Daten: Alle Finanz-Transaktionen werden in dabei komplizierten, technischen Verfahren kryptografisch verschlüsselt und die Datenpakete dann dezentral gespeichert. Insofern sind Kryptowährungen laut Mike Uczciwek auf blockgeeks.com „limitierte Einträge in eine Datenbank, die niemand, ohne bestimmte Bedingungen zu erfüllen, ändern kann.“

Braucht es eine Bank für Kryptowährungen?

Nein, die Idee zur Kryptowährung entstand aus dem Gedanken einer dezentral verwalteten Währung ohne den Einfluss von Staaten oder Banken. Der Wert von Kryptowährung basiert zunächst einmal auf dem Vertrauen der Nutzer in diese andere Form der dezentralen Datenspeicherung. Inzwischen sind aber auch Einflüsse wie z.B. Spekulation, Bekanntheit (Bitcoin) und auch Angebot und Nachfrage dazu gekommen.

Woher kommt die Idee einer Kryptowährung?

Die Idee einer „demokratischen Währung“, die ohne Finanzinstitute  funktioniert, hatte wohl Satoshi Nakamoto. Allerdings ist der Name ein Pseudonym und die Person bzw. Personengruppe dahinter unbekannt. Unter diesem Namen wurde 2008 aber erstmalig der Begriff Bitcoin erwähnt, die Software dazu tauchte 2009 im Netz auf.

Im Rahmen von Kryptowährungen wird häufig der Begriff Blockchain genannt...

Eine Blockchain ist die technische Basis der Kryptowährungen. Sie beinhaltet eine immer weiter verlängerbare Liste von Datensätzen und ist damit sozusagen die digitale Buchführung von Kryptowährungen. Jeder Block besteht aus den Daten mehrerer verschlüsselter einer Transaktionen inklusive der Zeitstempel. Die Daten werden auf die Rechner der Nutzer verteilt gespeichert. Ist eine Transaktion einmal als Blockchain gespeichert, kann sie keiner mehr verändern und gilt damit als sicher.

Welche Kryptowährungen gibt es?

Die Zahl von Kryptowährungen steigt stetig. Wurden im April 2020 noch rund 4.500 gezählt, sollen es Anfang 2021 schon rund 8.400 Kryptowährungen gewesen sein. Zu den Bekanntesten neben Bitcoin zählen u.a. Etherum, Cardano, Ripple und Monero. Die aktuellen Umrechnungswerte können hier eingesehen werden. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Kryptowährungen einerseits im Anwendungsfall, allerdings auch stark in der softwareseitigen Umsetzung.

Was ist ein Bitcoin wert?

Der Bitcoinwert orientierte sich anfangs an den Mining-Kosten, also an den Kosten der genutzten Rechenleistung. Die wurden 2009 mit 0,08 Cent berechnet. 2009 lag der Kurswert bei 1 Euro – im Zuge sinkenden Vertrauens in klassische Währungen gewann der Bitcoin und stieg seither kontinuierlich - aber auch mit immensen Schwankungen - bis auf 64.863 Euro (14.4.21).

Kann ich mit Kryptowährung einen Kaffee kaufen?

Möglich ist es, verbreitet ist die Option aber noch lange nicht. Problematisch ist dabei u.a. auch der fehlende feste Wechselkurs. Sie machen es für den Einzelhandel schwierig, eine Kryptowährung einzusetzen, weil der Gegenwert sich ständig ändert. Erste Einzelhändler akzeptieren aber schon Kryptowährungen. Die Website Coinmap verspricht alle Geschäfte aufzulisten, in denen wir auf diese Weise digital bezahlen können.

Vor- und Nachteile der Kryptowährung?

Die Vorteile der Kryptowährung ist zum einen ihre Dezentralität, die Anonymität garantiert und Manipulationen (an sich) ausschließen. Sie sind damit für jedermann zugänglich, auch wenn keine Bank in der Nähe ist. Zudem funktionieren Transaktionen sekundenschnell und die Gebühren sind gering. Viele der Pluspunkte sind jedoch auch Ansätze für Negatives – die Anonymität lässt eine Rückverfolgung der Besitzer nicht zu. Dazu fehlen bislang Kontrollinstanzen, die z.B. Kursmanipulationen aufspüren und bestrafen. Der Markt ist noch nahezu unreguliert, Anleger sind ungeschützt und können ihr Geld in Sekundenschnelle verlieren.

Passwort weg – Millionen futsch

Immer wieder machen Nachrichten über spektakuläre Kryptowährungs-Reichtümer die Runde, deren Besitzer z.B. das Passwort verloren oder aber den Erben das Passwort nicht weitergegeben haben. Besonders skurril ist der Fall des aus Deutschland stammenden Programmierers Stefan Thomas. Er besitzt 7.002 Bitcoins, die er als Bezahlung für ein Video über die Kryptowährung erhalten hat. Das Paket hat einen aktuellen Wert von über 400 Millionen Dollar. Allerdings hat Thomas den Zettel mit dem Passwort für seine digitale Brieftasche verloren. 10 Versuche hat er, um das richtige Passwort einzugeben, acht mal lag er schon daneben. 


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Eine Person die eine Computertastertur mit Maus bedient

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