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Natascha Wittmaack
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Ist 2022 Schluss mit der App?

Neue Funktionen der Corona-Warn-App

Smartphone mit Corona-Warn-App

8. August 2022

  • Mehr als sieben Millionen Infizierte haben über die Corona-Warn-App andere über ihre Infektion gewarnt.
  • Mehr als 45 Millionen Mal wurde die Corona-Warn-App laut Bundesregierung bislang runtergeladen.
  • Die Verträge der Corona-Warn-App laufen Ende 2022 aus, möglicherweise gibt's noch eine Verlängerung. 

„Ab 1.10. können die Länder die Maskenpflicht in den Innenräumen nutzen. Wenn die Situation es gebietet, gilt auch eine Maskenpflicht bei Außenveranstaltungen und es kommt zu Obergrenzen im öffentlichen Raum. Wir können die Pandemie nur gemeinsam überwinden.“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zu den ab dem 1. Oktober geltenden Maßnahmen-Paket gegen die Corona-Pandemie

Gerade erst hat die Bundesregierung den neuen Sieben-Punkte-Plan im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes veröffentlicht. Mit ihm sollen wir im Herbst 2022 besser vorbereitet durch die weiter aktive Corona-Pandemie kommen. Derweil wird zwar an der Corona-Warn-App weitergearbeitet, aber möglicherweise mit gebremster Intensität – allerspätestens im Mai 2023 läuft der Vertrag mit dem App-Konsortium von Telekom und SAP aus. Aber bis dahin kann uns die App im dritten Corona-Herbst immer noch helfen. Die frischen Updates zur Warn-App…

Neue Kontaktregeln aktualisiert

Das neueste Update informiert uns im Besonderen darüber, was zu tun ist, wenn wir eine sogenannte Risiko-Begegnung hatten. Da haben die Macher der App die Verhaltensempfehlungen an die Richtlinien des Robert-Koch-Instituts angepasst. Das betrifft u.a. das Tragen von Masken. In der neuesten App-Version heißt es dazu bei grüner Kachel ausdrücklich: „in Innenräumen und dort wo es gesetzlich vorgeschrieben ist oder empfohlen wird“. Bei roter Kachel empfiehlt die App, das wir die Kontakte zu anderen Personen möglichst reduzieren sollten und präzisiert „vor allem mit besonders gefährdeten Personen, z.B. Menschen hohen Alters, mit Vorerkrankungen oder mit einem geschwächten Immunsystem.“ Im App-Blog werden die Veränderungen gut nachvollziehbar gegenüber gestellt.

Impfzertifikat abgelaufen?

Der ein oder andere wird es schon erlebt haben – plötzlich „meldet sich die Corona-Warn-App“ und informiert, dass das Impfzertifikat abgelaufen ist und verlängert werden müsse. Das passiert aus technischen Gründen automatisch, wenn das Impfzertifikat älter als ein Jahr ist. Der QR-Code ist in der Folge nicht mehr lesbar. In diesem Fall müssen wir das aktuellste Zertifikat einfach erneuern. Ab Version 2.23 geht das in der App selbst. Wie wir dieses mit wenigen Klicks machen können, wird hier im Blog zur Corona-Warn-App erläutert. Wichtig: Ein abgelaufenes Impfzertifikat bedeutet aber nicht, dass die Impfung ungültig ist. Die Bundesregierung schreibt auf ihrer Homepage:

„Grundsätzlich sind die Impfnachweise nach einer vollständigen Grundimmunisierung wie auch mit einer zusätzlichen Auffrischung innerhalb Deutschlands unbegrenzt gültig.“

Alles in einem PDF

Wer einen Ausdruck seiner Impfzertifikate braucht, der konnte diese seit der App-Version 2.10 schon aus der App heraus erstellen. Allerdings ging das immer nur einzeln, Zertifikat für Zertifikat. Dieser etwas lästige Vorgang ist mit einem der letzten Updates auch vereinfacht worden. Jetzt können wir alle in der App hinterlegten Zertifikate zusammen exportieren und als ein einziges PDF z.B. ausdrucken. Ausgenommen sind gesperrte Zertifikate und Tests, die älter als drei Tage sind.

Corona-Warn-App updaten

Die Corona-Warn-App wird über den Google-Playstore bzw. Apples Appstore aktualisiert. Einfach den jeweiligen Store anklicken, die Corona-Warn-App ins Suchfenster eingeben und auswählen. Sollten wir eine ältere Version auf unserem Smartphone haben, wird uns jetzt „Aktualisieren“ angeboten, einfach anklicken und fertig. Unsere aktuell geladene Version finden wir in der Corona-Warn-App unter „Status“, dann runterscrollen und unter „Mehr“ die „App-Informationen“ antippen. Unter Impressum steht unsere genutzte Version.

„Ende aus“ am 31. Mai 2023?

Die Corona-Warn-App soll nach Informationen des Magazins Der Spiegel bislang 150 Millionen Euro gekostet haben. Die bestehenden Verträge laufen noch bis Ende des Jahres. Laut Informationen des Magazins plant die Bundesregierung dann eine letztmalige Verlängerung bis zum Mai 2023. Dafür müssten nach Angaben eines Ministeriumssprechers gegenüber dem Spiegel aber erst noch „vergaberechtliche und haushaltsrechtliche Erfordernisse geklärt werden.“ Und wie es danach mit der App weitergeht, ist auch noch völlig unklar. Schon zum zweiten Geburtstag der App im Juni war auf der offiziellen Corona-Warn-App-Seite der Bundesregierung nichts Perspektivisches mehr zu lesen. Neben vielen Erfolgszahlen – 195 Millionen Testergebnisse übermittelt, über 130 Millionen Warnungen empfangen, eine der erfolgreichsten Warn-Apps im europäischen Vergleich –  heißt es da nur fast lapidar:

„Die Corona-Warn-App ist kein Allheilmittel, aber ein wichtiger Helfer in der Pandemie. Die App hilft Infektionen frühzeitig zu erkennen.“


Der wöchentliche Blick ins Web

Eine Person die eine Computertastertur mit Maus bedient


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