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WhatsApp
Keine Einschränkungen zu befürchten

Neue AGB - WhatsApp rudert zurück

WhataApp-Icon auf Smartphone

31. Mai 2021

  • Wer den neuen WhatsApp-AGB nicht zustimmt, muss doch nicht mit Einschränkungen bei der Nutzung seines Accounts rechnen.
  • Die neuen Bestimmungen sind Mitte Mai nach einer ersten dreimonatigen Verschiebung in Kraft getreten.
  • Gleichzeitig hat WhatsApp ein neues Feature ausgerollt, das uns ermöglicht, Audios in unterschiedlicher Schnelligkeit abzuspielen.

Zurück Marsch Marsch

„Es werden aufgrund der Aktualisierung am 15. Mai weder Accounts gelöscht, noch die Funktionalität von WhatsApp eingeschränkt,“ so ist es aktuell in den FAQ`s von WhatsApp zu lesen. Damit macht WhatsApp einen Schritt zurück und kassiert die eigenen Ankündigungen aus Mai. Darin war Nutzern, die nicht den neuen Datenschutz-Bestimmungen zustimmen wollten, unterschiedliche Folgen „angedroht worden“. Erst würden sie den Zugriff auf den Chat verlieren, anschließend sollten auch die Nachrichten- und die Anruf-Funktion begrenzt werden. Diese möglichen Folgen hat WhatsApp jetzt alle zurückgenommen. Stattdessen sollen uns sporadisch Benachrichtigungen angezeigt werden, „die weitere Informationen über die Änderungen enthält und diejenigen, die noch keine Gelegenheit dazu hatten, daran erinnert, sie zu überprüfen und ihr zuzustimmen.“

Neue Nutzungsbedingungen schon im Januar geplant

Im Kern sollten die neuen WhatsApp-Richtlinien dazu dienen, die Kommunikation mit Unternehmen zu optimieren. Dabei ist auch ein Datenaustausch mit dem Mutterkonzern Facebook vorgesehen. „Wenn du mit einem Unternehmen über Telefon, E-Mail oder WhatsApp kommunizierst, kann es die Informationen aus diesen Interaktionen mit dir für eigene Marketingzwecke verwenden. Dies kann auch Werbung auf Facebook einschließen." Vorgesehen waren diese Anpassungen schon im Januar. Allerdings wurden die Nutzer nur sehr zögerlich und tröpfchenweise über die Inhalte und den Nutzen der Anpassungen informiert, Branchenkenner werfen WhatsApp deswegen vor, „mies kommuniziert“ zu haben. In der Folge gab es teils harsche - u.a. von TV-Moderator Jan Böhmermann vorgetragene - Aufrufe, WhatsApp zu deinstallieren. WhatsApp reagierte und verschob die Anpassungen bei den AGB auf den 15. Mai. Eine Übersicht der AGB-Anpassungen für uns als Nutzer hat der WhatsApp-Software-Spezialist Messenger People zusammengefasst.

Nutzerzahlen betroffen?

Auch wenn die Aufregung gerade im Januar groß war, die Folgen hielten sich aber wohl eher in Grenzen. Nach einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Appinio zeigten sich zwar 68 Prozent der Befragten besorgt, wie WhatsApp mit unseren Daten umgehen würde. Aber 61 Prozent gaben Mitte Mai auch an, den neuen Nutzungsbedingungen zuzustimmen. Nur 13 Prozent planten den Messenger zu verlassen, 26 Prozent waren die Änderungen gar egal. Allerdings erklärte auch nur knapp die Hälfte der Befragten, dass sie von den neuen AGB Bescheid wüssten. Insgesamt ist WhatsApp aber weiterhin der mit Abstand meistgenutzte Messenger in Deutschland (77%). Die Alternativangebote verzeichneten aber gerade Anfang 2021 starke Zuwachsraten. Die Rücknahme der zunächst ja fast drakonischen Folgen bei Nichtzustimmung der neuen AGB könnte so also auch ein Hinweis sein, dass WhatsApp die Entwicklung der Zahlen in Deutschland nicht ganz kalt lassen.

Neue Funktion: Sprachnachrichten schneller hören

Parallel zur Aufregung um die neuen AGB-Anpassungen hat WhatsApp aktuell aber auch ein Update für die Nutzung von Sprachnachrichten ausgerollt. Sobald wir die Version (iOS 2.21.100/Android 2.21.10.16 - der Rollout hat gerade erst begonnen.) auf unserem Smartphone einsetzen können, finden wir neben einer eingehenden Sprachnachricht einen weiteren Button. Über ihn können wir entscheiden, ob wir die Sprachnachricht in normaler, in 1,5 facher oder in doppelter Geschwindigkeit hören wollen. Damit können wir gerade bei langen Sprachnachrichten das Hören komprimieren und die Infos schneller aufnehmen.

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