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Urlaubsgrüße aus dem Netz – Postkarten mit dem Smartphone verschicken

Sie ziert manche Pinnwände in Küchen oder Fluren, sie zeigt, dass unsere Liebsten, Freunde und Verwandte in den schönsten Wochen des Jahrs an uns gedacht haben und sie bringt ein bisschen globales Urlaubsfeeling in den Briefkasten – die Postkarte. Auch in digitalen Zeiten sind die bunten Bilder mit ein paar mehr oder weniger informativen und innovativen Zeilen auf der Rückseite immer noch der zweit-beliebteste Weg (48,5%), Grüße aus dem Urlaub in die Heimat zu schicken.

Eine Umfrage sieht nur WhatsApp mit 51,4 % Prozent weiter vorne. Dabei erfreuen sich zunehmend auch Apps wachsender Beliebtheit, die aus unserem Smartphone sozusagen einen mobilen Postkartenständer inklusive Briefmarkenverkauf machen. Wir haben uns diese Postkarten-Apps angeschaut, die den Versand einer Karte vom Handy aus ermöglichen.

Zusätzlich haben wir einen Vorschlag, wie der eigene Briefkasten auch ohne großen Bekanntenkreis regelmäßig Postkarten mit Grüßen aus der ganzen Welt enthält.

Das Postkarten-App-Prinzip

Sie heißen z.B. „Urlaubsgruss.com“, „Postando“ oder „MyPostcard“ (hat im Zuge der Zusammenarbeit mit der DeutschenPost die Funcard ersetzt) und sind fast ebenso einfach zu handeln wie die Postkarte aus dem Kartenständer. Kaum auf unser Smartphone geladen, kann es direkt schon losgehen: Zunächst müssen wir ein Foto-Motiv für die Vorderseite aussuchen. Dabei können wir entweder auf die Motive der App zurückgreifen (meist Anlass-bezogen) oder wir gewähren der App Zugriff auf unsere persönliche Foto-Galerie.

So können wir unsere besten Sonnenuntergänge, Stadtansichten oder Selfies aussuchen und nach unserem Geschmack zusammenstellen.

Zahllose Rahmungen und Filter ermöglichen die Optimierung unserer Schnappschüsse bzw. bei Bedarf auch die Zusammenstellung ganzer Urlaubscollagen. Anschließend müssen wir die Adresse eingeben – kann auch direkt aus dem Adressbuch übernommen werden – und unseren Text schreiben.

Dabei stehen uns zahlreiche (Schreib-) Schriften zur Verfügung, die App „Cardiety“ (nur für Android verfügbar) ermöglicht auch das Schreiben mit dem Finger. Ist das getan, müssen wir unser Werk nur noch hochladen und es ist sendebereit.

Ein Video per Postkarte

Eine einmalige Besonderheit bietet die App der österreichischen Post: „Ihre individuelle Postkarte“ heißt die kostenlose, die es uns erlaubt, sogar eine Video-Botschaft postalisch zu verschicken. Dafür müssen wir unser Video einfach nur hochladen wie unser Foto und unseren Text. Auf der Postkarte ist das Video anschließend als QR-Code abrufbar. Zusätzlich können wir auch die Briefmarke individualisieren.

Schneller Versand, einfache Bezahlung

Die digitalen Postkarten werden meist in Deutschland bzw. Europa gedruckt und werden anschließend versendet – bei Urlaubsgruss.com bekommen sie sogar eine „echte“ Briefmarke. Innerhalb Deutschlands ist unser Urlaubsgruß innerhalb von zwei/drei Tagen im Briefkasten und damit meist früher, als wir aus dem Urlaub zurück sind.

Sollten wir unsere digitale Postkarte zu Freunden und Bekannten ins Ausland schicken, sollten wir allerdings bis zu eine Woche Versandzeit einrechnen. Bezahlt wird einfach per Paypal, Sofortüberweisung oder Kreditkarte. Die Preise beginnen bei rund zwei Euro pro Postkarte, Panorama- oder Jumbo-Postkarten können aber auch bis zu 5 Euro kosten.

Welche App darf es sein?

Tatsächlich sind die Unterschiede recht klein und auch preislich bewegen sich alle in einem Bereich von einem halben Euro. Die App „Urlaubsgruss.com“ beeindruckt aber mit ihren zahlreichen Möglichkeiten der Bildkomposition. Bei „MyPostcard“ können wir Lieblings-Urlaubsbilder auch direkt als Fotoabzüge nach Hause schicken lassen.

Und bei „Ihre individuelle Postkarte“ überzeugen die Zusatzfeatures. „Postando“ trumpft mit einer besonders benutzerfreundlichen Oberfläche auf (in den letzten Wochen finden sich aber einige negative Wertungen in den App-Stores u.a. weil der Versand wohl sehr lange dauerte).

„Postcross“ doch mal

Wer mit der ganzen Welt per Postkarte in Kontakt kommen möchte, der sollte zum Postcrosser werden. Ein Portugiese hatte 2005 diese Idee und die Website Postcrossing aufgesetzt. Das Ziel – wildfremde Menschen sollen sich Postkarten schicken. Eine Idee, die funktioniert: 770.000 Menschen sind inzwischen bei Postcrossing.com gemeldet, 52 Millionen Postkarten wurden schon versendet. Wer also mal aus Alaska oder Feuerland Post bekommen möchte, der sollte sich auf der Seite registrieren. Anschließend bekommen wir eine Karten-Nummer und eine vom System ausgesuchte Adresse.

Mit diesen Informationen schreiben wir unsere Postkarte. Ist unsere Karte angekommen, wandert unsere Adresse in den großen Topf der Postcrosser. Sie wird anschließend einem anderen Mitglied zugespielt, das daraufhin selbst eine Karte verschickt. Bis wir selbst Post bekommen, können so aber schnell ein paar Wochen vergehen, denn die Postlaufzeiten gerade in fernen Ländern sind häufig wesentlich länger als bei uns. Wem das zu langsam ist, der kann bis zu fünf Karten auf einmal verschicken. Mehr Infos auf postcrossing.com.

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