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Werbung und Gebühren bei WhatsApp

WhatsApp

Aktuell nutzen 89,4 Prozent der Deutschen im Alter zwischen 14 und 60 Jahren WhatsApp. Das hat eine Umfrage der Gesellschaft für deutsche Sprache - kurz GfdS - und der Uni Hannover in Zusammenarbeit mit statista.com ergeben. Bei den jüngeren Nutzern ist die Nutzung des Messengers sogar noch beliebter: 98 Prozent nutzen WhatsApp täglich.

Das bedeutet ein sattes Wachstum gegenüber dem letzten Jahr, als noch „nur“ 75,3 Prozent im Schnitt sich täglich beim Messenger einklickten. Doch dieses gewaltige Wachstum könnte im nächsten Jahr einen Knick bekommen. Denn WhatsApp wird ab 2019 nicht mehr werbefrei sein und die gebührenfreie Zeit ist auch vorbei. Grund sind voraussichtlich die anhaltenden Verluste, die WhatsApp einfährt.

Wir schauen, wer demnächst Werbung zu sehen bekommt, wer ggs. zahlen muss und warum Momo bei WhatsApp nichts mit dem kleinen, klugen Mädchen in Michael Endes gleichnamigen Roman zu tun hat.

Werbung ja, aber nicht im Chat

 

Die beiden WhatsApp-Gründer Brian Acton und Jan Koum hatten immer gegen Werbung im Messenger plädiert. Aber ersterer verließ den Konzern schon letztes Jahr, letzterer verkündete jetzt im Mai seinen Rücktritt. Damit war offensichtlich der Weg für die Entscheidung, Werbung auf WhatsApp zu platzieren. Der neue WhatsApp-Geschäftsführer Matt Idema kündigte entsprechende Pläne gegenüber der dpa an.

Allerdings wird die Werbung wohl (zunächst) nicht für jedermann sichtbar. Der private Chatbereich – und damit der Bereich, der für viele von uns der sicherlich meist genutzte ist - wird weiterhin werbefrei bleiben. Die Anzeigen sollen nur im Status-Bereich geschaltet werden können. Bei „WhatsApp-Status“ können wir Texte, Fotos und Videos teilen, die aber - nach dem Vorbild von Snapchat – nach 24 Stunden wieder automatisch verschwinden. Ab Anfang 2019 soll in diesem Bereich Werbung möglich sein.

Ob wir dann Werbung sehen, hängt aber von uns selbst ab: WhatsApp will die Nutzer entscheiden lassen, ob sie Werbung von dritten sehen wollen oder nicht.

WhatsApp-Nutzung gegen Gebühr

Eine weitere Neuerung der WhatsApp-Nutzung soll ebenfalls frisches Geld in die Kassen spülen – größere Firmen und Unternehmen müssen in Zukunft Gebühren bezahlen, wenn sie ihre Kunden direkt über WhatsApp ansprechen wollen. Dieser neue Dienst heißt „WhatsApp Business Api“.

Erste Firmen wie die Fluggesellschaften KLM und Sigapore Airlines, aber auch das Reiseportal booking.com und die Billig-Einkaufs-Plattform Wish haben schon ihre Zusammenarbeit mit WhatsApp über das neue Tool angekündigt. Aber auch hier ist das Einverständnis der Nutzer nötig, dass die Firmen mit ihnen in Kontakt treten dürfen.

So will WhatsApp die Richtlinien der neuen europäischen Datenschutzgrundverordnung einhalten. Über die Höhe der Gebühren ist bislang nichts bekannt.

Momo verbreitet Angst

Kettenmail von Momo

„Hallo, ich bin Momo und bin vor 3 Jahren verstorben. Ich wurde von einem Auto angefahren und wenn Du nicht möchtest, dass ich heute Abend um 0.00 Uhr in deinem Zimmer stehe und dir beim Schlafen zuschaue, dann sende diese Nachricht an 15 Kontakte weiter.“ So oder ähnlich - und meist mit vielen Schreibfehlern behaftet - beginnt ein Kettenbrief auf WhatsApp, der aktuell besonders in Baden-Württemberg und Brandenburg grassiert.

Im Weiteren heißt es dann: „Tim15 schickte den Kontakt nur an 6 Leute weiter. Am nächsten Morgen wachte er mit einem abgefressenem Bein und einem abgeschnittenen Arm auf.“ Verbunden mit einem Profilbild, das eine grausame Maske zeigt, sorgt dieser Kettenbrief aktuell für Angst und Schrecken. Die Polizei warnt dringend vor einer Kontaktaufnahme oder einem Speichern des Kontakts. In Mexiko sollen die Nutzer danach grausame Bilder auf ihr Smartphone geschickt bekommen haben oder aber es wurden persönliche Informationen eingefordert.

Die Internetseite mimikama.at hat sich der Aufklärung von Internet-Missbrauch verschrieben. Sie rät, solche Kettenbriefe (und damit auch Momo) direkt zu löschen und auf keinen Fall weiterzuleiten. Besonders große Emotionen können solche Kettenbriefe bei Kindern hervorrufen. Das Portal „klicksafe.de“ rät deswegen, Eltern sollten die Bedrohung durch Momo oder ähnliche Kettenbriefe mit ihren Kindern aktiv ansprechen. Wichtig: Sie sollten betonen, dass den Kindern nichts passiert, wenn sie den Aufforderungen nicht folgen. Weitere Tipps zum Umgang mit Kettenbriefen finden sich bei Klicksafe.

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