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Stephan Kaiser
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Informationen und Interviews mit Betroffenen

Weltkrebstag

Claudia aus Lemgo ist gerade einmal Anfang 30, als sie die Diagnose Brustkrebs erhält. Im Interview mit Judith und Tim erzählt Claudia über den ersten Schock nach der Diagnose, über Operationen, die Chemotherapie, ganz viel Unterstützung von Familie und Freunden sowie über den Austausch mit anderen betroffenen Frauen. Claudias positive Einstellung und ihre Kraft sind beeindruckend. Hört selbst. Hier gibt es das Gespräch in voller Länge.


Das Brustzentrum Lippe am Klinikum Lippe kümmert sich jährlich um bis zu 300 Brustkrebs-Neuerkrankungen. Zehn Prozent der Betroffenen sind Männer. Die Leiterin des Zentrums, Dorothé Düpont, appelliert an uns alle: Geht zur Vorsorge! Habt keine Angst davor, sprecht darüber und holt das Thema Krebs aus der Tabu-Ecke! Denn da gehört es nicht hin. Es betrifft zu viele. Alle Infos zum Brustzentrum findet Ihr hier.

 


Hintergrund und Wissenswertes

Über den Weltkrebstag

Der Weltkrebstag wurde im Jahr 2000 ins Leben gerufen und findet jedes Jahr am 4. Februar statt. Er ist eine globale Initiative, die von der Union for International Cancer Control (UICC) geleitet wird. Indem sie das weltweite Bewusstsein für Krebs schärfen, die Aufklärung verbessern und zu persönlichem, kollektiven und staatlichem Handeln anregen, arbeiten die Unterstützer des Weltkrebstages gemeinsam daran, sich eine Welt vorzustellen und zu schaffen, in der Millionen von Krebstoten verhindert werden und der Zugang zu lebensrettender Krebsbehandlung und -pflege für alle gleich ist. Jedes Jahr finden auf der ganzen Welt Hunderte von Aktivitäten und Veranstaltungen statt, bei denen Gemeinschaften, Organisationen und Einzelpersonen in Schulen, Unternehmen, Krankenhäusern, auf Marktplätzen, in Parks, Gemeindehäusern, an religiösen Stätten, auf der Straße und im Internet zusammenkommen, um das Bewusstsein für Krebs zu schärfen und zum Handeln anzuregen.

Was ist Krebs?

Krebs ist eine Krankheit, die auftritt, wenn Veränderungen in einer Gruppe normaler Zellen im Körper zu einem unkontrollierten, abnormalen Wachstum führen, das eine Geschwulst bildet, die Tumor genannt wird; dies trifft auf alle Krebsarten außer Leukämie (Blutkrebs) zu. Wenn sie unbehandelt bleiben, können Tumore wachsen und sich in das umgebende normale Gewebe oder über den Blutkreislauf und das Lymphsystem in andere Teile des Körpers ausbreiten und das Verdauungs-, Nerven- und Kreislaufsystem beeinträchtigen oder Hormone freisetzen, die die Körperfunktionen beeinflussen können. Weitere Informationen findet Ihr unter www.worldcancerday.org/what-cancer

Fakten zu Krebs weltweit

• Krebs ist die zweithäufigste Todesursache weltweit.

• Die International Agency for Research on Cancer (IARC) schätzt, dass jeder fünfte Mann und jede sechste Frau weltweit im Laufe ihres Lebens an Krebs erkranken und jeder achte Mann und jede elfte Frau an ihrer Krankheit sterben wird. Dies entspricht einer geschätzten Zahl von 19,3 Millionen Neuerkrankungen und 10 Millionen Menschen, die im Jahr 2021 an Krebs sterben werden.

• Bis zum Jahr 2040 wird die Zahl der neuen Krebsfälle weltweit voraussichtlich auf 30 Millionen ansteigen.

• Ungefähr 70 % aller Krebstodesfälle treten in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMICs) auf. Diese Länder sind am wenigsten in der Lage, die von Menschen mit Krebs benötigten Dienstleistungen zu erbringen oder die sozialen oder wirtschaftlichen Folgen dieser Belastung zu bewältigen.

• Mindestens ein Drittel der häufigen Krebserkrankungen ist vermeidbar. Genetische Mutationen spielen bei 5-10% der Krebserkrankungen eine Rolle. 27% der Krebserkrankungen stehen im Zusammenhang mit Tabak- und Alkoholkonsum: ca. 22% stehen im Zusammenhang mit Tabak- und 5% im Zusammenhang mit Alkoholkonsum.

• Bis zu 3,7 Millionen Menschenleben könnten jedes Jahr gerettet werden, wenn ressourcengerechte Strategien zur Prävention, Früherkennung und Behandlung umgesetzt würden.

• Die wirtschaftlichen Gesamtkosten von Krebs belaufen sich auf 1,16 Billionen US-Dollar. Dies bedeutet einen Verlust an Produktivität und Haushaltseinkommen, eine Verringerung der Lebensqualität, Behinderung und letztlich einen vorzeitigen Tod.

2021 Aktion: Ich bin und ich werde

In ihrem dritten und letzten Jahr dreht sich die Kampagne beim Weltkrebstag unter dem Motto "Ich bin und ich werde" wieder um das persönliche Engagement jedes Einzelnen, die Auswirkungen von Krebs zu reduzieren. Wir glauben, dass wir durch unser positives Handeln gemeinsam das Ziel erreichen können, die Zahl der vorzeitigen Todesfälle durch Krebs und nicht übertragbare Krankheiten bis 2030 um ein Drittel zu reduzieren. Für weitere Informationen besucht www.worldcancerday.org/about-us

(Quelle: Klinikum Lippe GmbH)