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Kai Klüting
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Die neuen Corona-Regeln für NRW

Die NRW-Landesregierung hat nach dem Bund-Länder-Gipfel die neue Coronaschutzverordnung auf den Weg gebracht. Was sich ändert, erfahrt ihr hier.

Neue Coronaschutzverordnung in NRW: Was in NRW ab Samstag gilt

Mit Ende der Beratungen sollen sich die Experten aus dem Gesundheitsgremium in Nordrhein-Westfalen schon zusammengetan haben um eine neue Coronaschutzverordnung für Nordrhein-Westfalen auf den Weg zu bringen. Hendrik Wüst kündigte schon im Laufe der Woche an, dass es in NRW deutlich härtere Regeln geben würde - in vielerlei verschiedenen Bereichen. Dabei weicht die Coronaschutzverordnung auch von den am Donnerstag festgelegten Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz ab, ist teilweise sogar schärfer als das Mindestmaß, das beim Bund-Länder-Gipfel beschlossen wurde. Wir haben für euch die wichtigsten Punkte der neuen Verordnung im Überblick:

Die Coronaschutzverordnung in NRW ab Samstag, 4. Dezember
  • Bei jeglichen Freizeitaktivitäten, egal ob Kino-, Theater- oder Restaurantbesuchen steht 2G fest.
  • Im Einzelhandel gilt nun ebenfalls 2G - außer in Geschäften des täglichen Bedarfs, wie Supermärkte, Apotheken oder Drogerien.
  • Bei Treffen von Personen "an denen nicht geimpfte oder genesene Personen teilnehmen" dürfen maximal der eigene Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts beschränkt werden. Kinder bis einschließlich 13 Jahre sind davon ausgenommen.
  • Das Thema Großveranstaltungen hat NRW auch besprochen und sich auf folgende Maßnahme festgelegt: In Innenräumen soll es eine Obergrenze von 5.000 Personen geben, im Freien eine von bis zu 15.000. Generell soll es bei Großveranstaltungen jeglicher Art (Fußballspiele oder Kulturveranstaltungen) eine Begrenzung der Zuschauerkapazität von 30 Prozent geben.
  • Clubs, Diskotheken, Bars und ähnliches schließt ab Samstag.
  • Für private Zusammenkünfte (insbesondere Feiern) von immunisierten Personen im öffentlichen und privaten Raum gilt in Kreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen an drei Tagen hintereinander über dem Wert von 350 liegt, eine Beschränkung der Teilnehmerzahl auf höchstens 50 Personen in Innenräumen und 200 Personen im Freien. 
  • Hochschulen können den Anteil von Präsenzveranstaltungen innerhalb eines Studiengangs auf mindestens ein Viertel reduzieren.

Die Regeln sind ab Samstag, 4. Dezember gültig. Die Coronaschutzverordnung läuft am 21. Dezember aus. Vorher wird es höchstwahrscheinlich noch eine weitere Bund-Länder-Runde geben.

Autor: Joachim Schultheis (mit dpa)

Coronaschutzverordnung für NRW ab 4. Dezember
Die neue Coronaschutzverordnung für NRW ab 4. Dezember im Überblick
Download: Coronaschutzverordnung für NRW

Fast überall 2G oder 2Gplus - das sind die neuen Corona-Regeln

Auf diese neuen schärferen Corona-Maßnahmen haben sich Bund und Länder geeinigt.

Es wird ein ungemütlicher Dezember für Ungeimpfte. Denn Bund und Länder haben - wie bereits im Vorfeld angekündigt - die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Infektionsgeschehen und damit zur Entlastung von Krankenhäusern und Intensivstationen verschärft. Bar- und Clubbetreiber müssen in Hotspots erneut ihre Räume und Örtlichkeiten schließen. Ein herber Schlag für das Nachtleben in Deutschland und allen, die damit Geld verdienen. Damit aber noch nicht Schluss. Wir haben das Maßnahmen-Paket für euch zusammengefasst aufbereitet:

Das sind die Ergebnisse des Corona-Gipfels vom 2. Dezember
  • Bei jeglichen Freizeitaktivitäten, egal ob Kino-, Theater- oder Restaurantbesuchen steht 2G fest. Dazu soll als Ergänzung die Option auf 2G Plus bestehen, um dem Pandemiegeschehen noch gerechter zu werden.
  • Im Einzelhandel gilt nun ebenfalls 2G - außer in Geschäften des täglichen Bedarfs, wie Supermärkte, Apotheken oder Drogerien.
  • Ungeimpfte müssen sich auf Kontaktbeschränkungen einstellen. Im Beschlusspapier steht, dass bei Treffen von Personen "an denen nicht geimpfte oder genesene Personen teilnehmen" auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts beschränkt werden. Kinder bis 14 Jahre sind davon ausgenommen.
  • Das Thema Großveranstaltungen haben Bund und Länder auch besprochen und haben sich auf folgende Maßnahme geeinigt: In Innenräumen soll es eine Obergrenze von 5.000 Personen geben, im Freien eine von bis zu 15.000. Generell soll es bei Großveranstaltungen jeglicher Art (Fußballspiele oder Kulturveranstaltungen) eine Begrenzung der Zuschauerkapazität von 30 bis maximal 50 Prozent geben. Bei privaten Festivitäten sollen ab einer Inzidenz von 350 auch Kontakte reduziert werden. Nämlich auf 50 in Innenräumen und 200 in Außenbereichen.
  • Clubs, Diskotheken und Bars sollen in Hotspots schließen. Ein Hotspot ist nun eine Stadt oder ein Kreis mit einer Inzidenz von 350 oder mehr. Von einer Hospitalisierungsrate ist mittlerweile keine Rede mehr.
  • Bund und Länder haben - um Krankenhäuser zu entlasten - außerdem ein Böller-Verkaufsverbot für Silvester und Neujahr verhängt.
  • Apotheker und Zahnärzte sollen ebenfalls mit impfen. Dafür soll es eine gesetzliche Änderung geben.
Impfplicht ab Februar?

Das wohl am meisten diskutierte Thema des Bund-Länder-Gipfels ist die Impfpflicht. Eine einrichtungsbezogene Impfpflicht soll zeitig auf den Weg gebracht werden, die allgemeine Impfpflicht dann ab Februar 2022 folgen. Dazu bedarf es aber einer Abstimmung im Bundestag und einer Empfehlung des Ethikrates.

NRW könnte Bundeslinie bei Regeln fahren

In der Vergangenheit wichen die Beschlüsse von Bund-Länder-Konferenzen mit den Regeln für Nordrhein-Westfalen hier und da doch deutlich ab. Im Vorfeld verkündete Hendrik Wüst, der neue NRW-Ministerpräsident aber, dass er eigentlich auf bundeseinheitliche Standards und Regeln setzen möchte. Am Ende aber entscheidet, was in der Coronaschutzverordnung steht, zumal sich das Landeskabinett eigentlich schon auf einige Punkte geeinigt hatte. Diese wird für NRW in den kommenden Stunden oder Tagen aktualisiert. Dann steht fest, auf was sich Bürgerinnen und Bürger im Bundesland einstellen müssen.

Autor: Joachim Schultheis (mit dpa)

Club-Betreiber zu geplanten Maßnahmen: "Es trifft die Falschen"

Um die krassen Corona-Zahlen in den Griff zu bekommen müssen härtere Maßnahmen gelten. Unter anderem sollen Clubs und Bars wieder schließen. Das hat die NRW-Landesregierung gestern zwar noch nicht beschlossen, es sieht aber danach aus. Judith und Marie haben darüber mit dem Betreiber des Hermanns Club in Detmold, Peter Daletzki, gesprochen.