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Nachrichten aus dem Kreis Lippe

Zwangsprostitution in Leopoldshöhe? Mutmaßliches Opfer erscheint nicht zum Gerichtstermin

Ein Prozess wegen mutmaßlicher Zwangsprostitution in Leopoldshöhe steht schon vor dem Aus, bevor er richtig angefangen hat. Das mutmaßliche Opfer ist nicht zur Verhandlung in Detmold aufgetaucht. Der Angeklagte bestreitet, die Frau in Lippe zum Anschaffen gezwungen zu haben.

Das mutmaßliche Opfer und der mutmaßliche Täter stammen beide aus Bulgarien. Der Angeklagte soll die 24-Jährige einem Landsmann für 500 Euro abgekauft haben. Das Opfer habe dann etwa 10.000 Euro für den Angeklagten verdient. Er soll ihr Handy und Pass abgenommen und das Geld für sich behalten haben.

Der Frau soll es später mithilfe einer anderen Prostituierten gelungen sein, einen Bekannten zu verständigen, der das Opfer befreite. Man wolle jetzt noch versuchen, über eine Polizistin in Frankfurt Kontakt zu der Bulgarin aufzunehmen, hieß es vom Gericht in Detmold.

Wenn das nicht klappe, könne man den Angeklagten, ohne Zeugin, kaum verurteilen.