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Leslie Runde
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Tipps für den digitalen Familienalltag

Jugendlicher vor PC-Monitor mit Youtube

6. Februar 2023

  • Der Safer-Internet Day möchte Lehrer, Eltern und Kinder für die Gefahren im Internet sensibilisieren und wirbt für mehr Medienkompetenz.
  • Immer am zweiten Tag der zweiten Woche im zweiten Monat des Jahres vereint er eine Vielzahl von Veranstaltungen zu einem Schwerpunkt.
  • Am 7. Februar 2023 steht die Frage im Mittelpunkt, bis wann Mediennutzung OK ist und ab wann sie zur digitalen Stressfalle wird.

„Die digitale Welt (…) enthält ebenso viele Tücken wie Verlockungen. Letzteren erliegen gerade Kinder und Jugendliche und laufen dabei Gefahr, durch ein Übermaß an digitalem Medienkonsum im schlimmsten Fall sogar Gesundheitsschäden davonzutragen. Nicht wenige Eltern fühlen sich mit einer solchen Situation überfordert. Dagegen gilt es anzukämpfen und die Medienkompetenz (…) zu entwickeln und sie in einem sicheren Umgang mit dem Internet zu schulen.“ Ursula Nonnenbacher, Verbraucherschutzministerin in Berlin-Brandenburg zum Safer Internet Day 2023

 

Tipp 1: Vorbild sein für die Kinder

Eltern kennen die Problematik – das Smartphone kann schnell zum Stressauslöser in der Familie werden. Doch „wie gelingt es Familien, sich vom digitalen Stressfaktor zu befreien,“ fragen die Autoren eines im Februar veröffentlichten Flyers „Zwischen Apps und Abendessen“. Dieses kostenlos downloadbare PDF wird von Klicksafe herausgegeben, der EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz. Er will unterstützen, mehr Balance im digitalen Familienalltag zu schaffen. Der erste Tipp beginnt mit einer Selbsteinschätzung. Light oder heavy User – wie sieht unsere ganz individuelle Smartphone-Nutzung aus? Der Flyer verlinkt dazu einen Selbsttest zur Smartphone-Nutzung. Er wurde von der Universität Duisburg-Essen und der Landesanstalt für Medien NRW zusammen entwickelt und verspricht Denkanstöße zu unserer individuellen Nutzung auch in Bezug auf unsere Kinder. Im Flyer wird dazu ein unbekannter Elternteil zitiert: „Wenn ich mein Smartphone nicht dabei habe, stresst mich das. Ich versuche aber, es nicht zu nutzen, wenn ich mit meinen Kindern etwas unternehme.“

Tipp 2: Verständnis und Einfühlsamkeit

„Papa beschwert sich über meinen TikTok-Konsum. Dabei schaut er sich selbst ständig Koch-Tutorials bei YouTube an oder liest online seine Sportnachrichten,“ so beschreibt ein Kind im Flyer die Situation zuhause. Mit wenigen Worten bringt es den Generationenkonflikt bei der digitalen Mediennutzung auf den Punkt. Klicksafe hat deswegen für Eltern unterschiedliche Booklets zusammengestellt, damit diese die Faszination der Plattformen und Social Media Kanäle verstehen (lernen). In „Was macht mein Kind eigentlich bei TikTok“ werden z.B. die Inhalte auf TikTok beschrieben. Die Leser bekommen aber auch Tipps, was Eltern machen können, wenn sie meinen, ihr Kind sei zu viel auf TikTok. Außerdem gibt es eine „TikTok-Familien-Checkliste“. Ähnliche kostenlose Booklets werden auch für YouTube und für Twitch angeboten.

Tipp 3: Mit klaren Regeln Streit verhindern

Andauernde Diskussionen wegen unterschiedlicher Einschätzungen - das ist Alltag in vielen Familien, wenn es um die Smartphone-Nutzung geht. Klicksafe bietet dazu zwei Lösungsoptionen an – der Mediennutzungsvertrag ist die eine. Online können sich Eltern diesen Vertrag gemeinsam mit ihren Kindern einfach und individuell erklicken. Ob generelle Medien-Nutzungs-Regeln, zeitliche Begrenzungen oder spezielle Absprachen fürs Handy, das Internet oder den Spiele-PC – die Verabredungen werden dabei einfach Schritt für Schritt in den Vertrag eingefügt. Bei der zweiten Lösungsoption zum Verhindern von Streit setzt Klicksafe auf Deeskalation und digitales Wellbeing. Eltern können sich dazu das Plakat „10 Tipps für digitales Wohlbefinden“ kostenlos downloaden. Beispielsweise wird empfohlen sich von Abhängigkeiten zu befreien, indem man die AutoPlay-Funktion bei YouTube ausstellt.

Tipp 4: Warnsignale erkennen

„Ist mein Kind schon digital süchtig oder abhängig?“ ist eine Frage, die sich Eltern schnell stellen. Leider haben sie aber in den seltensten Fällen Anhaltspunkte, mit denen sie eine Antwort auf diese Frage finden können. Klicksafe bietet zur Beantwortung dieser Frage zum einen eine kostenlose Checkliste zur Einschätzung der möglichen Gefahr einer digitalen Abhängigkeit. Die Abfrage will Anregungen zum Nutzungsverhalten geben, soll aber keinesfalls als diagnostisches Testinstrument verstanden werden. Zum anderen verlinkt der Flyer das Booklet „Digitale Abhängigkeit – Tipps für Eltern“. In ihr werden Fragen erläutert wie „Ab wann beginnt die Abhängigkeit?“; „Wie ist Abhängigkeit erkennbar?“ oder „Wie können Eltern einer Medienabhängigkeit vorbeugen?“

#OnlineAmLimit

Der Safer Internet Day 2023 ist ein vielschichtiges Angebot, das Klicksafe auf einer eigenen Landingpage zusammengestellt hat. Unter dem Hashtag #OnlineAmLimit werden auch zahllose Veranstaltungen rund um die Themen „digitale Stressfalle“, „Medien-Nutzungs-Regeln für Eltern und Kindern“ und „Medien-Kompetenz für eine gesunde Nutzungs-Balance“ angeboten. Wo wir was finden können, ist für jedes Bundesland einzeln anklickbar. Dazu bietet Klicksafe u.a. einen Profilbildgenerator, Mitmachaktionen und eine „Digital Detox Box“.

Hier gibts noch weitere Infos und Tipps:

Zebra - das kostenlose Beratungsangebot der Landesanstalt für Medien NRW für Fragen der Eltern zum digitalen Alltag: https://www.fragzebra.de

PDF-Broschüre von Klicksafe: Zwischen Apps und Abendessen


Der wöchentliche Blick ins Web

Eine Person die eine Computertastertur mit Maus bedient


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